Ein Mörder zu viel - Vino, Mord und Bella Italia!, Folge 4 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal braucht es einfach den richtigen Ort, ein Glas guten Wein und eine Prise Spannung, um dem Alltag zu entfliehen – genau das bietet „Ein Mörder zu viel“ in der bezaubernden Kulisse der toskanischen Idylle. Anna Wagner fühlt sich langsam zuhause in Fontenaia, doch das harmonische Leben ist selten ohne Drama, vor allem wenn ein neuer Mord die Dorfidylle erschüttert. Zwischen charmanten Cafébesuchen und dem dauernd genervten Commissario Vico Martinelli, der Anna mit misstrauischem Blick verfolgt, entwirrt die Protagonistin ein Geflecht an Verdächtigen – und ja, die Auswahl ist groß!
Anna als Figur ist herrlich bodenständig, mit einer schlagfertigen Art, die sie sofort sympathisch macht. Vico wiederum sorgt mit seiner verschlossenen Art für die perfekte Würze. Besonders gut fand ich, wie die Autor:innen Christian Homma und Elisabeth Frank es schaffen, die Atmosphäre der Toskana mit all ihren Facetten – von den duftenden Gassen bis zum ausgelassenen Dorftratsch – lebendig werden zu lassen. Der Schreibstil fließt locker und leicht, spannend, aber ohne sich zu verlaufen. Es macht einfach Spaß, der Geschichte zu folgen, mitzudenken und immer wieder auf die falschen Fährten gelockt zu werden.
Kleinere Kritik? Man merkt der Geschichte manchmal an, dass sie Episode für Episode funktioniert – ein paar Passagen ziehen sich etwas und hätten mehr Schwung vertragen können. Auch die Vielzahl der Nebenfiguren verlangt ein bisschen Konzentration, damit man den Überblick behält. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Wer also Lust auf einen unterhaltsamen Krimi hat, der sich wunderbar mit einer Portion Bella Vita und einem Glas Chianti genießen lässt, ist hier genau richtig. Leicht, spritzig und mit einer guten Portion italienischem Flair – der perfekte Begleiter für gemütliche Nachmittage und lange Abende.
4 von 5 Sternen – ein echtes Wohlfühl-Krimi-Erlebnis für alle, die sich gerne mal in der Toskana verlieren und dabei auch ein bisschen miträtseln wollen.