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Autor:
Erschienen:
2026-05-01
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Pause (Ungekürzte Lesung)

Kritik

Manchmal braucht es eben eine Pause – und genau darum dreht sich Lena Kupkes Geschichte in „Pause“. Schon beim Hören spürt man diese Mischung aus Verletzlichkeit und zäher Selbstfindung, die Hanna durchlebt, als sie mit Anfang dreißig zurück zu ihren Eltern zieht. Das ist kein Wohlfühltrip, sondern ein ehrliches Tasten im Dunkeln, bei dem man sich als Zuhörer:in sofort mit Hanna verbunden fühlt.

Im Kern geht es um einen Neustart mitten im Leben, der alles auf den Kopf stellt: Hanna muss sich nicht nur mit den altbekannten Familiendynamiken auseinandersetzen, sondern auch mit den eigenen Dämonen, die plötzlich lauter werden. Lena Kupke schafft es meisterhaft, einen Alltag zu zeichnen, der gleichzeitig schwer und doch ganz alltäglich ist – inklusive elektrischer Rollos und einem 90 cm Bett, das die Enge spürbar macht. Die Figuren sind dabei wunderbar nahbar, weit weg von klischeehaften Familienbildern, und entwickeln sich in ihrem ganz eigenen Tempo weiter. Besonders schön: Die kleine Portion Humor wirkt nie aufgesetzt, sondern ist genau die Prise Leichtigkeit, die solche Geschichten brauchen.

Der Erzählstil fühlt sich frisch und ungezwungen an, was die ungekürzte Lesung sehr lebendig macht. Man hört die Emotionen, spürt die Pausen und die kleinen Momente, in denen alles auf einmal zu viel wird. Ein wirklich schöner Bonus für alle, die gern tief eintauchen und die Sprache als echten Begleiter erfahren wollen.

Kritisch gesagt: Wer auf sehr schnelle Entwicklungen oder Handlungspower steht, könnte hier ein bisschen mehr Dramatik vermissen. Das Buch nimmt sich Zeit zum Atmen – und das ist nicht jedermanns Sache. Außerdem ist die Familiengeschichte so nah am echten Leben, dass es vielleicht bei manchem zu ähnlich oder zu schmerzhaft wirkt.

Wer also Lust hat auf eine warmherzige Reise durch schwere Zeiten, die auch Raum für Hoffnung und (wiederentdeckte) Liebe lässt, ist hier goldrichtig. Kein Feel-Good, aber definitiv Feel-Real. Für mich ein starkes 4 von 5 Sternen – ehrliches, berührendes Hörbuch mit genau der richtigen Portion Authentizität.

Klappentext

Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig. Nach einem einschneidendem Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück - zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet ... Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Hörbuch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

FAQ

Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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