Tod beim Winzerstreit - Kloster, Mord und Dolce Vita - Schwester Isabella ermittelt - Tod beim Winzerstreit, Folge 35 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal sind es die kleinen Dörfer und ihre großen Geheimnisse, die einem sofort ans Herz wachsen – so auch Santa Caterina in dieser Folge der charmanten Krimireihe von Valentina Morelli. „Tod beim Winzerstreit“ verbindet malerische Toskana-Kulisse, witzige Charaktere und einen spannenden Mordfall zu einer unterhaltsamen Mischung, die Lust auf mehr macht.
Im Mittelpunkt steht Schwester Isabella, die mit ihrem liebevollen Engagement und viel Köpfchen jedem Ärger auf den Grund geht – natürlich stets unterstützt vom etwas genervten, aber sympathischen Carabiniere Matteo. Die Handlung dreht sich um einen ungewöhnlichen Wettkampf zwischen den Winzern des Dorfes, bei dem plötzlich eine Leiche aus einem Weinfass kullert. Das Setting mit den bunten Gassen, dem Kloster-Café und dem Weinfest versprüht echten Dolce-Vita-Charme und sorgt für sommerliche Stimmung. Morellis Erzählstil ist leicht und lebendig, die Figuren sind plastisch und liebevoll gezeichnet – man fühlt sich fast selbst mit vor Ort und mischt sich unter die Schaulustigen.
Was mir besonders gefallen hat: der lockere Ton, der trotz des ernsten Themas nie ins Kitschige abdriftet, und die Dynamik zwischen Schwester Isabella und Matteo, die für genug Humor sorgt. Einzig an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung oder unerwartete Wendungen gewünscht – beim Lesen bleibt der Fall zwar interessant, lässt sich aber doch recht gut erahnen.
Wer also Lust auf einen gemütlichen Krimi mit Wohlfühlfaktor, einer Prise italienischer Lebensfreude und einer Ermittlerin, die ganz anders tickt als gewöhnlich, hat, wird hier definitiv fündig. Perfekt für alle, die Krimis mit Herz und einer ordentlichen Portion Toskana-Flair mögen.
4 von 5 Sternen – ein kurzweiliger Genuss für Leser, die sich gern mit auf eine interessante Spurensuche in die italienische Provinz begeben.