Wenn dir das hier gefiel …
Taxi, Tod und Teufel - Möwen morden mittags
Key Facts
Kritik
Schon beim Lesen spürt man förmlich die frische Brise und das rauchige Ambiente von Palinghuus – und genau das macht „Taxi, Tod und Teufel - Möwen morden mittags“ zu einem charmanten kleinen Krimi-Ausflug an die Nordsee. Sarah Teufel, unsere toughe Protagonistin, steckt mitten in einem turbulenten Fall: Bei einer Live-Hörspiel-Aufführung wird die Schauspielerin Agnes Sakowski auf der Bühne „ermordet“, doch dieses Mal ist es kein harmloser Theatertrick, sondern bitterer Ernst. Schnell wird klar, dass die sonst so strenge Diva nicht nur Fans hatte, sondern auch einige üble Feinde, die mehr als nur ein Motiv besitzen.
Sarah ist nicht die klassische Ermittlerin, sondern eine Frau mit Herz, harter Schale und viel Humor, die zusammen mit ihrem amerikanischen Ex-Mann und dem „Taxi-Business“ im windigen Ostfriesland für ordentlich Lokalkolorit sorgt. Lena Karmanns Schreibstil ist locker und schnörkellos, mit einer Prise norddeutschem Charme, der das Ganze sehr authentisch wirken lässt – gelegentlich könnte es allerdings noch ein bisschen mehr Tempo vertragen. Was ich besonders mochte, sind die kleinen Details, die Atmosphäre und das Zusammenspiel der Figuren, die Sarah so lebendig machen, dass man sie am liebsten in ihr gelbes New Yorker Taxi reinsetzen und mit auf die nächsten Ermittlungen nehmen möchte.
Kritisch gesehen, wirken einige Wendungen zwar etwas vorhersehbar und manche Nebencharaktere hätten für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr Tiefe haben können. Auch die Dialekt-Einlagen kommen nicht immer ganz rund rüber – aber hey, das sind Kleinigkeiten, die den Spaß nicht wirklich schmälern. Wer also Lust auf einen bodenständigen, liebenswerten Krimi mit norddeutschem Flair hat, ist hier genau richtig.
Am Ende bleibt „Taxi, Tod und Teufel“ ein angenehm leichter, unterhaltsamer Whodunit, der nicht umwerfend komplex, dafür aber sehr sympathisch und mit ausreichend Spannung überzeugt. Für entspannte Lesestunden an verregneten Tagen oder als ablenkungsfreundliches Krimi-Häppchen zwischendurch auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
3,5 von 5 Sternen – solide norddeutsche Krimi-Unterhaltung mit Herz und Charme.
Klappentext
Über die Serie: Palinghuus in Ostfriesland: Zwischen weitem Land und Wattenmeer lebt Sarah Teufel mit ihrem amerikanischen Ex-Mann James in einer Windmühle. Gemeinsam betreiben sie das einzige Taxiunternehmen weit und breit - mit einem Original New Yorker Yellow Cab! Bei ihren Fahrten bekommt Sarah so einiges mit. Und da die nächste Polizeistation weit weg ist, ist doch klar, dass Sarah selbst nachforscht, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn hier im hohen Norden wird nicht gesabbelt, sondern ermittelt!
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