Echte Traummänner küssen besser
Kritik
Manchmal braucht es einfach eine kleine Auszeit, um das Herz wieder so richtig zum Klopfen zu bringen – und genau das liefert Svenja Lassen mit „Echte Traummänner küssen besser“. Die Geschichte entführt uns an die idyllische Ostseeinsel Ærø, wo Emily definitiv nicht das bekommt, was sie erwartet: Statt Cocktails an Strand und Relaxen heißt es Küchendienst, Holzhacken und ein ziemlich kompliziertes „Freundin spielen“. Denn Jakob, der eigentlich gar nicht ihr Typ sein sollte, macht ihr das Leben ordentlich schwer.
Emily ist eine herrlich echt gezeichnete Hauptfigur, die mit ihren Gefühlen und ihrer manchmal chaotischen Art sofort sympathisch rüberkommt. Jakob wiederum nervt ordentlich – auf die gute Art! Die Dynamik zwischen den beiden ist spritzig, witzig und so richtig authentisch; man spürt das knisternde Prickeln, auch wenn sie sich dauernd in die Quere kommen. Dazu packt Svenja Lassen einen leichtfüßigen, flüssigen Schreibstil aus, der den Roman zu einem solchen Vergnügen macht, dass man gar nicht aufhören will zu lesen.
Was mir besonders gefallen hat? Die perfekte Balance zwischen Humor und Herz, die das Ganze wunderbar ungekünstelt wirken lässt. Und dieses WLAN-freie Digital-Detox-Setting fühlt sich extrem zeitgemäß an – virtuell abschalten, um real aufzudrehen, genau mein Ding. Einziger kleiner Knackpunkt: Manchmal hätte ich mir an manchen Stellen ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, gerade wenn es um Emilys Gedanken und Gefühle geht, die hätten ruhig noch ein bisschen mehr ausgearbeitet sein dürfen.
Insgesamt ist „Echte Traummänner küssen besser“ genau das richtige Buch für diejenigen, die Lust auf sommerliche Romantik mit einer ordentlichen Portion Humor und sympathischer Drama-Mischung haben. Wer leichte Urlaubslektüre mag, bei der man schmunzelt, mitfiebert und ganz nebenbei das Handy mal aus der Hand legen kann, liegt hier genau richtig.
4 von 5 Sternen – locker, charmant und definitiv zum Verlieben!