Wenn dir das hier gefiel …
Teuflische Provence
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Aufschlagen von „Teuflische Provence“ spürt man die sengende Hitze der südfranzösischen Sonne und das Geheimnis, das tief in den sanften Hügeln der Provence schlummert. Pierre Lagrange entführt uns in einen mysteriösen Krimi, der sich um ein verbotenes Lied dreht – eine interessante Idee, die sofort neugierig macht.
Im Zentrum steht Ex-Commissaire Albin Leclerc, ein Typ, der trotz seiner müden Weltanschauung genau weiß, wo der Hase im Pfeffer liegt. Gemeinsam mit der klugen Handschriftenexpertin Camille Dumont gräbt er sich durch alte Noten und düstere Geheimnisse, während rund um das Chorfestival die Spannung immer weiter steigt. Die Figuren sind sympathisch genug, um mitzufiebern, auch wenn sie manchmal etwas blass bleiben und man sich ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte.
Lagranges Schreibstil ist unkompliziert, schnörkellos und transportiert die Atmosphäre der Provence gut – allerdings fehlt mir an manchen Stellen ein bisschen das gewisse Etwas, das einen richtig fesselt. Die Story ist solide, aber es passiert alles ein bisschen vorhersehbar, was den Überraschungseffekt etwas schluckt. Trotzdem schafft es der Autor, die Dramatik bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.
Was mir ein wenig aufstößt: Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, und der Fokus auf das musikhistorische Rätsel hätte gerne noch etwas intensiver ausgearbeitet werden können. Aber hey, dafür macht „Teuflische Provence“ einfach Spaß, wenn man auf einen ordentlichen Krimi mit lokaler Würze steht.
Kurz gesagt: Wer gemütliche Provence-Stimmung mag und einen knackigen Krimi mit einem musikalischen Twist sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Für Leser, die Tiefgang und völlig unerwartete Wendungen erwarten, könnte es etwas zu schlicht sein.
Verdiente 3 Sterne – nicht herausragend, aber eine nette Sommerlektüre mit Kniff.
Klappentext
An einem glutheißen provenzalischen Sommertag wird der Chorleiter des Klosters St. Gargas tot zwischen Lavendelsträuchern aufgefunden. Er wurde brutal zu Tode gefoltert. In seiner Hand findet man ein Blatt des ›Teufelsliedes‹, einer verbotenen alten Melodie, die in St. Gargas über Jahrhunderte unter Verschluss gehalten wurde. Ex-Commissaire Albin Leclerc ist klar: Die Lösung zu dem Fall liegt in dem Lied. Mit Hilfe der Handschriftenexpertin Camille Dumont versucht er, den geheimen Code der Musik zu entschlüsseln. Doch als weitere Morde geschehen, zeigt sich: Nichts ist, wie es scheint – und das bevorstehende Chorfestival könnte in einer Katastrophe enden ...
Der vierzehnte Band der Provence-Krimi-Reihe von Bestseller-Autor Pierre Lagrange