BLACKOUT
Kritik
Kaum hatte ich die ersten Seiten von „BLACKOUT“ verschlungen, war ich mittendrin im Ausnahmezustand eines Europas ohne Strom – und das Gefühl, wie schnell unsere vermeintlich sichere Welt ins Chaos stürzen kann, hat mich echt gepackt. Marc Elsberg nimmt uns mit auf eine nervenaufreibende Reise, in der plötzlich nichts mehr funktioniert: Kein Licht, keine Kommunikation, keine Sicherheit. Das Ganze startet scheinbar in Italien und breitet sich rasant über den Kontinent aus, während der Informatiker Piero Manzano auf Hinweise stößt, die kaum jemand ernst nehmen will. Zusammen mit Europol-Kommissar Bollard erleben wir ein Katz-und-Maus-Spiel gegen einen Gegner, den niemand so recht greifen kann.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie gut Elsberg es schafft, technische Details und Spannung in Einklang zu bringen, ohne den Lesefluss zu bremsen. Die Figuren wirken dabei echt und ungekünstelt – vor allem Piero, der trotz der überwältigenden Krise nie seinen Verstand verliert und echtes Mitgefühl weckt. Dabei kommt nicht das übliche Überhelden-Getue auf, sondern eher ein Gefühl von realer, greifbarer Bedrohung, die uns allen jederzeit passieren könnte.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir weniger Erklärungen gewünscht, die den Lesefluss ein bisschen bremsen, und ein paar Nebenfiguren bleiben etwas blass. Aber ehrlich gesagt, wenn man einmal drinsteckt, vergisst man das ziemlich schnell – die Spannung trägt einen einfach durch die Seiten.
„BLACKOUT“ ist genau das richtige Buch, wenn du Lust auf einen Thriller hast, der nicht nur spannend, sondern auch zum Nachdenken anregt. Es zeigt, wie fragil unser Leben ohne Strom wirklich ist – und das macht es umso packender. Wenn du auf technologische Katastrophen und reale Bedrohungsszenarien stehst, schnapp dir das Buch!
4 von 5 Sternen – spannend, realistisch und trotz kleiner Schwächen ein echter Pageturner.
Klappentext
Zuerst ging das Licht in Italien aus. Dann brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen, die Kraftwerke schalten sich ab. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als der Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen plötzlich dubiose E-Mails auf seinem Computer auf. Er gerät selbst unter Verdacht, und ihm wird klar, dass sie gegen einen ebenso verschlagenen wie unsichtbaren Gegner kämpfen. Unterdessen herrscht Finsternis in Europa, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.