Cover Nein sagen - Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute (Ungekürzte Autorenlesung)
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Autor:
Erschienen:
2026-03-01
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Nein sagen - Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute (Ungekürzte Autorenlesung)

Kritik

Manchmal braucht es genau so ein Buch, das einen mitten ins Herz trifft und wachrüttelt – Matthias Brandts „Nein sagen“ schafft genau das. Es geht um den Mut, die Stimme zu erheben und „Nein“ zu sagen, gerade dann, wenn’s unbequem wird. Im Zentrum steht der 20. Juli 1944, das gescheiterte Attentat auf Hitler, und die Geschichten der Menschen, die damals für die Demokratie gekämpft haben – darunter Brandts eigene Eltern. Aber es ist kein historisches Lehrbuch, sondern ein persönlicher Blick auf Verantwortung, der Brückenschlag von gestern zu heute.

Matthias Brandt, bekannt als Schauspieler, überrascht hier mit einer sehr direkten und eindringlichen Stimme. Seine Lesung – ungekürzt und voller Emotion – fühlt sich an wie ein Gespräch unter Freunden, bei dem man manchmal schlucken muss und an manchen Stellen richtig mitfiebert. Man spürt, dass dieses Thema ihn nicht loslässt, und genau das macht die Authentizität aus. Die Szenen rund um den Widerstand wirken weniger wie trockenes Geschichtswissen und mehr wie lebendige Erinnerungen, gemischt mit einem Aufruf zur Selbstreflexion.

Was ich besonders geschätzt habe: Brandt bleibt immer nahbar, ohne das Thema zu verniedlichen oder zu dramatisieren. Er macht klar, dass persönlicher Mut nicht nur ein Relikt der Vergangenheit ist, sondern auch heute gefordert wird. Ein kleiner Wermutstropfen? Der Erzählfluss ist durch die ungekürzte Lesung manchmal etwas langsam – hier hätte eine gestraffte Version noch ein bisschen mehr Drive bringen können. Aber ehrlich gesagt, das trübt kaum das Gesamtbild.

Fazit: Wer sich für deutsche Geschichte interessiert, aber auch für die Frage, wie wir heute mit Demokratie und Verantwortung umgehen, ist hier goldrichtig. Ein nachdenkliches, gut erzähltes Buch, das Mut macht und gleichzeitig mahnt. Für alle, die gern zuhören und sich inspirieren lassen wollen – unbedingt reinhören!

4 von 5 Sternen.

Klappentext

Über den Mut, Nein zu sagen Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten. Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee - dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden. Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt die Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen, zu denen auch die eigenen Eltern gehört hatten, nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der Geschichte zu befragen. Den Ausschlag, sich mit diesem, auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD.

FAQ

Über den Mut, Nein zu sagen Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten. Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20.…

Wer sich für deutsche Geschichte interessiert, aber auch für die Frage, wie wir heute mit Demokratie und Verantwortung umgehen, ist hier goldrichtig. Ein nachdenkliches, gut erzähltes Buch, das Mut macht und gleichzeitig mahnt. Für alle, die gern zuhören und sich inspirieren lassen wollen – unbedingt reinhören! 4 von 5 Sternen.

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