Wicked little Secret - Parties, Pleiten, Pannen: Gay Romance
Kritik
Manchmal trifft einen eine Geschichte wie ein unerwarteter Kuss auf einer Familienfeier – genau so fühlte sich das Lesen von Wicked little Secret an. Matthew und unser liebenswerter, leicht nerdiger Protagonist liefern eine wilde Mischung aus alten Wunden, neuen Gefühlen und einer guten Portion Chaos, das direkt ins Herz trifft.
Im Kern geht es um mehr als nur vertrackte Freundschaften und verquere Familienbande: Hier prallen Vergangenheit und Gegenwart so unvermittelt aufeinander, dass man einfach mitfiebern muss. Matthew, der einst größte Feind und jetzt Lover der Schwester, sorgt für ständig Zündstoff. Dazu kommt die authentisch-charmante Stimme des Erzählers, der mit viel Humor und einem Schuss Selbstironie durch die turbulente Geschichte führt. Besonders schön fand ich die enge Verbindung zur Kleinstadtidylle – Baumhäuser, Parties und die ganz normalen Pleiten und Pannen geben der Story diesen echten Wohlfühl-Charakter.
Ray van Blacks Schreibstil ist dabei locker und flüssig, perfekt für einen sonnigen Nachmittag auf der Couch. Die Szenen mit richtigem Biss, sei es emotional oder explizit, sind nicht überladen, sondern genau richtig dosiert. Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt anbringen darf: Ab und zu hätten die Nebenhandlungen etwas entwirrt werden können, da man sich manchmal ganz schön im Gefühlschaos verliert. Aber hey, das passt ja irgendwie auch zur Story.
Für alle, die auf authentische Gay Romance mit Ecken und Kanten stehen, lustige wie auch zarte Momente schätzen, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung. Wer nach einer Prise Drama und einer ordentlichen Portion Herz sucht, wird hier glücklich.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen – ein sympathisches Leseerlebnis mit Wiedererkennungswert und genau der richtigen Mischung aus Herz und Humor.