Wenn dir das hier gefiel …
Mord & Croissants
Key Facts
Kritik
Schon beim Aufschlagen von „Mord & Croissants“ fühlt man sich, als wäre man plötzlich in einem kleinen französischen Dorf, wo eigentlich nichts passiert – bis auf eben das eine. Richard, der Engländer mit seiner beschaulichen Pension im Loiretal, will eigentlich nur seine Ruhe. Tja, Pustekuchen, denn als der geheimnisvolle Monsieur Grandchamps spurlos verschwindet und ein blutiger Handabdruck zum Wohnhaus gespritzt wird, kippt dieser idyllische Alltag total um.
Richard als Hauptfigur ist eine sympathische Mischung aus genervtem Gastgeber und unfreiwilligem Detektiv, der einem richtig ans Herz wächst. Und dann ist da noch Madame Valérie d’Orcay mit ihrem kleinen Hündchen, die dem ganzen Investigationsdrama eine würzige Note gibt – spannend, skurril und manchmal zum Schmunzeln. Ian Moore schreibt mit so viel Leichtigkeit und Humor, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will, selbst wenn man sich nicht unbedingt für wahre Krimis hält. Man stolpert förmlich in die Geschichte hinein, lacht herzlich über schräge Dialoge und fiebert an der Seite dieses kleinen, aber feinen Ermittlerteams mit.
Klar, ein bisschen ist die Handlung vorhersehbar und der haarsträubende Zufall beim Verschwinden des Huhns hätte vielleicht nicht sein müssen – aber gerade diese kleinen Schwächen machen das Ganze sympathisch und echt, nicht zu verkopft und schön bodenständig. Wer also Lust auf einen locker-lustigen Krimi hat, bei dem nicht alles blutig oder düster sein muss, sondern auch mal das Herz und Humor mitschwingen, der ist hier genau richtig.
Fazit: „Mord & Croissants“ ist keine große literarische Offenbarung, aber ein charmant erzählter, angenehm leichter Krimi mit liebenswerten Figuren und allerlei französischem Flair. Für alle, die Spannung mit einer Portion Augenzwinkern mögen – das perfekte Buch zum Abschalten und Schmunzeln.
3,5 von 5 Sternen.
Klappentext
Richard ist Engländer, und eigentlich will er einfach seine Ruhe. Seit ein paar Jahren führt er eine kleine Pension im französischen Loiretal – dort passiert absolut nie etwas, und das ist wunderbar so. Bis eines Tages einer seiner Gäste verschwindet: der alte Monsieur Grandchamps. Was er zurücklässt, ist nicht mehr und nicht weniger als ein blutiger Handabdruck.
Fast zeitgleich bezieht die beeindruckende Madame Valérie d'Orcay eines der Zimmer, inklusive Hündchen in der Handtasche. Und erstaunlicherweise interessiert sie sich sehr für das Verschwinden des Monsieurs. Während Richard eigentlich schnellstmöglich zur Tagesordnung zurückkehren möchte, ist er auf einmal Teil eines schrägen Ermittlungsteams – und spätestens als es seiner Lieblingshenne Ava Gardner an den Kragen geht, wird es auch für ihn persönlich …
Ein Buch zum Hineinstolpern, herzlich Lachen, Mitgerissenwerden. Richard Ainsworth ist ein Held, genau wie wir ihn jetzt brauchen. Versprochen.