Die Farbe von Glück
Key Facts
Kritik
Manchmal fühlt sich ein Buch an wie eine Umarmung in schwierigen Zeiten – „Die Farbe von Glück“ von Clara Maria Bagus ist genau so eines. Die Geschichte nimmt dich mit auf eine emotionale Reise, bei der eine einzige folgenschwere Entscheidung das Schicksal von drei Familien durcheinanderwirbelt. Im Zentrum steht Charlotte, eine Krankenschwester, die vor eine unmögliche Wahl gestellt wird: Sie soll ihr sterbenskrankes Neugeborenes mit einem gesunden Baby tauschen – eine Situation, die unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.
Die Charaktere sind so vielschichtig wie das Leben selbst. Charlotte steckt voller Stärke, Zweifel und Herzenswärme, und auch die anderen Figuren entfalten sich mit einer Tiefe, die nicht von der Stange kommt. Clara Maria Bagus schreibt mit einer so feinen, klaren Sprache, dass man beim Lesen oft innehalten möchte, um die bilderreichen Passagen und die subtilen Wahrheiten wirken zu lassen. Das Buch ist keine oberflächliche Feelgood-Geschichte, sondern eine leise, nachwirkende Meditation über Glück, Zufall und die Kraft des Loslassens.
Was mir besonders gefallen hat? Der fein dosierte Mix aus emotionalen Momenten und der philosophischen Komponente, ohne dass es schwer oder belehrend wirkt – eher wie ein Gespräch mit einer weisen Freundin. Einzig an manchen Stellen könnte man sich ein bisschen mehr Tempo wünschen, denn hin und wieder zieht sich die Geschichte ein wenig, was die emotionale Dichte aber auch vertieft.
Kurzum: Wer Lust auf ein Buch hat, das nachklingt, ohne sich anzubiedern, und das mit einer sanften Stimme von den Wendungen des Lebens erzählt, ist hier bestens aufgehoben. „Die Farbe von Glück“ holt dich dort ab, wo große Fragen und kleine Alltagssorgen sich treffen.
4 von 5 Sternen – ein berührender Roman, der sich lohnt, wenn man bereit ist, ganz hinzuhören.
Klappentext
Eine falsche Entscheidung, die das Leben dreier Familien für immer verändert: Ein Richter zwingt die Krankenschwester Charlotte, sein sterbenskrankes Neugeborenes gegen ein gesundes zu tauschen. Folgt sie seiner Drohung nicht, entzieht er ihr den Pflegesohn. Die Welt aller Beteiligten gerät aus den Fugen, doch hinter allem wirkt der geheimnisvolle Plan des Lebens …
Können wir im falschen Leben das richtige finden? Wie öffnet man sich einem neuen? Wie lässt man los? Mit großer sprachlicher Kraft und Anmut zeigt die Autorin, dass jeder seine Lebenskarte bereits in sich trägt und alles auf wundersame Weise miteinander verknüpft ist.
In diesem Roman findet jeder seine Farbe von Glück.
»In manchen Büchern liest man eine Wahrheit, die passt gerade so sehr ins eigene Leben, dass sie unmittelbar ins Herz trifft und einem den Atem nimmt – dieses Buch ist voll von diesen Dingen.« Alexandra Reinwarth
»Ein weiser, anmutiger Roman. Clara Maria Bagus beherrscht die Kunst des heilenden Erzählens.« Nele Neuhaus
»So zärtlich hat noch niemand vom Glück erzählt, das aus Unglück wächst. Eine federleicht und doch psychologisch raffinierte Reise ins magische Reich der Seele. Traurig und tröstlich zugleich. Ein großes Geschenk.« Wolfgang Herles
»Ein wunderbarer Roman über die Liebe und ihre vielen überraschenden Erscheinungsformen. Großartig komponiert, voller Weisheit, Emotionalität und Zuversicht. Selten war ich am Ende eines Buches so dankbar, Zeit mit ihm verbracht zu haben.« Jean-Remy von Matt