Wenn dir das hier gefiel …
RUN - Sein letzter Deal
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten katapultiert einen „RUN – Sein letzter Deal“ mitten hinein in einen pulsierenden, gnadenlosen Strudel aus Waffen, Verrat und halsbrecherischem Tempo. Douglas E. Winter verwandelt das urbane Krimigenre in einen waghalsigen Actiontrip, der sich an den Cop-Thrillern der 80er und 90er orientiert, dabei aber ganz eigene Akzente setzt.
Im Zentrum steht Burdon Lane, der die Straßen von Harlem mit illegalen Waffen beliefert – ein Mann, der im Schatten des amerikanischen Traums agiert und plötzlich zwischen Regierungsintrigen, Gangkriegen und Doppelspielern landet. Was hier vielversprechend klingt, entwickelt sich zu einem Storyfeuerwerk, bei dem man kaum Luft zum Atmen findet. Burdon ist kein strahlender Held, sondern ein schwer fassbarer Typ, dessen Moral zwischen Überleben und skrupelloser Härte pendelt – das macht ihn glaubwürdig und spannend.
Winters Schreibstil ist eine Wucht: treibend, scharfkantig und voll von cineastischen Bildern. So wuchtet er den Leser durch wilde Actionszenen, während er gleichzeitig ein Faible für feine Popkultur- und Waffenreferenzen zeigt, was dem Ganzen noch eine coole Authentizität verleiht. Man spürt die Liebe zum Genre, ohne dass „RUN“ sich altbacken oder klischeehaft anfühlt.
Klar, manchmal fühlt sich das Tempo fast schon unterschwellig wie ein Rausch an, bei dem es ein paar lose Fäden gibt, die man gerne festgehalten hätte. Die Charaktere blitzen nicht immer tiefgründig genug auf und manchmal hätte man sich noch ein paar ruhigere Momente gewünscht, um das Kopfkino etwas zu entschleunigen. Aber hey, das ist wohl das Risiko bei einem solchen Highspeed-Thriller.
Für alle, die Lust auf einen knallharten, smarten und temporeichen Krimi mit ordentlich Schusswaffen und düsteren Wendungen haben, ist „RUN – Sein letzter Deal“ auf jeden Fall ein Tipp. Douglas E. Winter liefert hier einen heftigen, aber sorgfältig konstruierten Höllenritt ab, der Spaß macht und sich frisch vom Mainstream abhebt. Wer auf actiongeladene, clever erzählte Streetcrime-Storys steht, wird hier bestens bedient.
4 von 5 Sternen – Volle Power, ein bisschen Chaos und genau das richtige Maß an Nervenkitzel.
Klappentext
Douglas E. Winters wahnwitziger Höllenritt RUN - SEIN LETZTER DEAL ist eine Verbeugung vor den Cop-Thrillern der 80er- und 90er Jahre und dem Actionkino eines John Woo.
Ein illegaler Waffendeal.
Ein Attentat.
Und ein Bauernopfer, das zwischen alle Fronten gerät.
"RUN ist jeder Hinsicht originell und eine meisterhafte Neuinterpretation eines Krimi-Thrillers." [Peter Straub]
Burdon Lane lebt den Amerikanischen Traum. Sein Job ist es, regelmäßig Waffen dorthin zu liefern, wo sie gebraucht werden – in jene amerikanischen Problemviertel, in denen sich die Bewohner mit besonderer Regelmäßigkeit gegenseitig erschießen und wo die Behörden gern eine Auge zudrücken. Ziel seiner jüngsten Lieferung ist es, zwei verfeindete Straßengangs in Harlem zu bewaffnen. Das System ist erprobt und todsicher. Was Burdon jedoch nicht weiß: Die Regierung hat bei diesem Deal ihre Hände im Spiel. Und was die Behörden nicht wissen: Der Deal ist nur ein Vorwand für einen weitaus perfideren Plan.
Als der Deal platzt, bricht die Hölle los. Plötzlich erschießen die Waffenhändler ihre eigenen Leute, die Cops scheinen keine echten Cops zu sein, und als sich der Pulverdampf verzieht, ist Burdon Lane plötzlich auf der Flucht – vor seinen Auftraggebern, den Feds, und so ziemlich jedem Cop entlang der Ostküste. Mit zwei Millionen Dollar, einem ungewöhnlichen Verbündeten, und jeder Menge Waffen.
"Ein einzigartiger Roman, der das Hard-Boiled-Genre meilenweit hinter sich lässt … Winters gekonnter Erzählstil schafft ein unnachgiebiges Tempo, ergänzt von einem zielsicheren Gespür für Waffenfetischismus und Popkultur. Als das Debüt des Jahres hat dieses Buch alle Zutaten, ein künftiger Klassiker zu werden." [The Guardian]
"Brillant ausgearbeitet … allein das schiere Tempo von Douglas E. Winters Roman RUN ist atemberaubend. Eine aussergewöhnliche Leistung." [Clive Barker]