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Erschienen:
2025-06-11
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Hering, Strandluft, Mordgeflüster

Kritik

Meerluft im Kopf und Spannung in der Brust – genau so fühlt sich „Hering, Strandluft, Mordgeflüster“ an. Die Geschichte entführt uns in den alten Leuchtturm von Flensburg, wo Anni Gade, eigentlich Stadtführerin, plötzlich mitten in einen Kriminalfall hineinplumpst. Der junge Radioreporter Timo Feddersen wird tot aufgefunden, und schnell wird klar: Hier wurde gemordet – nur wer hatte ein Motiv?

Anni ist ein Sonnenschein, der trotz mangelnder Journalistenerfahrung mutig und neugierig in die Ermittlungen steigt. Ihre frische und unerschrockene Art passt wunderbar zu der rauen Küstenkulisse und sorgt dafür, dass man als Leser:in sofort mitfiebert. Kommissar Christiansen, der eigenbrötlerische Ermittler, bildet dazu einen tollen Kontrast – ein bisschen mürrisch, aber nicht ohne Herz. Die Dynamik zwischen den beiden bringt Schwung in den Plot und macht Spaß mitzuerleben.

Inga Schneiders Schreibstil ist leicht, lebendig und immer schön schnörkellos. Man merkt, dass sie echten Bezug zur Region hat, was den Schauplatz authentisch und atmosphärisch macht. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus typischem Küstenflair und der steigenden Spannung rund um den Mord – das zieht einen sofort rein.

Ganz ohne Kritik geht es aber nicht: An manchen Stellen hätte das Tempo etwas zügiger sein können, und manche Charaktere bleiben eher skizzenhaft. Für Leser:innen, die tiefschürfende Psychothriller oder hochkomplexe Fälle erwarten, ist das Buch vielleicht zu leicht. Wer aber Lust auf einen entspannten Krimi mit viel Lokalkolorit und sympathischen Figuren hat, ist hier genau richtig.

Kurz gesagt: „Hering, Strandluft, Mordgeflüster“ ist eine erfrischende Brise für alle Krimifans, die Strandspaziergänge lieben und denen eine gute Portion Humor und Herz nicht fehlen darf. Ich vergebe 4 von 5 Sternen – klasse Unterhaltung mit kleinen Schwächen, die man gern in Kauf nimmt.

Klappentext

"Was für eine Chance! Anni Gade darf beim Flensburger Lokalradio im alten Leuchtturm mitarbeiten. Obwohl die junge Stadtführerin bisher nur wenig mit Journalismus am Hut hatte, macht sie sich mit Feuereifer ans Werk. Doch was spaßig beginnt, entwickelt sich bald zu einem wahren Krimi: Reporter Timo Feddersen wird tot aufgefunden. Zunächst sieht es nach einem unglücklichen Treppensturz aus, aber eine Obduktion ergibt, dass Timo vergiftet wurde. Ein Mord!  Annis Spürsinn ist geweckt. Sie vermutet den Täter im Senderteam, in dem sich längst nicht alle so gernhaben, wie es scheint. Kommissar Jan Christiansen dagegen glaubt an eine Beziehungstat, denn Radio-Casanova Feddersen hat schon viele Herzen gebrochen.  Sehr zum Leidwesen des eigenbrötlerischen Kommissars wäre Anni aber nicht Anni, wenn sie nicht auf eigene Faust ermitteln würde. Doch dabei kommt sie dem Täter gefährlich nahe …   "

FAQ

"Was für eine Chance! Anni Gade darf beim Flensburger Lokalradio im alten Leuchtturm mitarbeiten.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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