Hidden Worlds - Der Kompass im Nebel (Ungekürzte Lesung)
Kritik
Schon beim ersten Hineinhören in „Hidden Worlds - Der Kompass im Nebel“ spürt man diesen besonderen Zauber, der Geschichten so unwiderstehlich macht: Die Kombination aus geheimnisvoller Mythologie und modernen Abenteuern zieht einen sofort in ihren Bann. Elliot Craig ist kein typischer Held, sondern eher ein junger Typ, der sich ganz unverkrampft durch die Edinburgher Kulisse bewegt – und genau das macht ihn so sympathisch und glaubhaft. In einem Kaufhaus der fantastischen Dinge stößt er auf Hinweise zu einem mysteriösen Kompass, der den Weg nach Avalon weisen soll – und damit beginnt eine Reise, die längst vergessene Welten und magische Kreaturen zurück in unsere Realität holt.
Mikkel Robrahns Erzählstil ist angenehm flüssig und zugleich bildstark, man fühlt sich direkt mit in die nebligen Gassen der Stadt versetzt. Besonders gut gefallen hat mir, wie geschickt die Autorität der Kirche und die geheimen Kräfte der Fabelwesen verwoben werden, ohne dass es überladen oder zu komplex wird. Die Figuren wirken lebendig, vor allem Elliot, dessen Neugier und Mut echt ansteckend sind. Obwohl es eine ungekürzte Lesung ist, bleibt der Flow intakt – absolut kein Grund auszuschalten!
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Handlung hätte an manchen Stellen gerne etwas mehr Tempo vertragen können, gerade im Mittelteil schleichen die Ereignisse ein bisschen dahin. Und manche Nebencharaktere hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe verdient. Doch das sind wirklich Kleinigkeiten, die den Spaß kaum schmälern.
Wer Lust hat auf eine spannende Mischung aus urbaner Fantasy, mystischer Geschichte und einer Prise britischem Charme, findet in „Hidden Worlds - Der Kompass im Nebel“ genau das richtige Hörbuch. Perfekt für alle, die sich gerne auf ein magisches Abenteuer mitnehmen lassen wollen, ohne sich in epischen Welten oder zu schwerer Kost zu verlieren.
4 von 5 Sternen – ein Hörgenuss, der neugierig macht auf mehr und gerade richtig ist für alle Fans von fantastischen Rätseln und einer guten Portion schottischem Flair.