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Ich koch dich tot
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich das erste Kapitel von „Ich koch dich tot“ aufgeschlagen, war ich direkt mitten drin in Vivis turbulenter Welt – irgendwo zwischen schwarzem Humor, kulinarischer Raffinesse und einer ordentlichen Portion Wut auf unverschämte Zeitgenossen. Die Geschichte startet mit einem ziemlich dramatischen Missgeschick in der Küche: Rattengift statt Pfeffer landet im Gulasch, und schon ist Vivis einstiger Peiniger aus dem Weg geräumt. Von da an gibt’s kein Halten mehr – wer sich unbeliebt macht, bekommt es mit Vivi und ihrem Kochlöffel zu tun. Klingt verrückt? Ist es auch, aber genau das macht den besonderen Charme dieses Buches aus.
Die Hauptfigur Vivi steckt voller Ecken und Kanten, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist keine perfekt durchgestylte Heldin, sondern eine echte Frau mit Ecken, Kanten und ganz schön viel Humor – selbst wenn’s mal nicht so läuft wie geplant. Ellen Berg schreibt locker und angenehm schnörkellos, das Tempo stimmt immer und die Mischung aus Spannung, schwarzer Komik und einer Prise Romantik macht das Lesen richtig kurzweilig. Mein persönliches Highlight? Wie Berg es schafft, so fiesen Charakteren auf geniale Weise das Handwerk zu legen – mit Rezepten, die nicht aus dem Kochbuch, sondern aus einem Rache-Katalog stammen könnten.
Natürlich gibt es kleine Schwächen. Manchmal wirken gewisse Elemente etwas konstruiert oder erinnern an typische Thriller-Klischees, was den Überraschungseffekt ein bisschen schluckt. Auch der Plot mit Jan, der plötzlich alles auf den Kopf stellt, hätte für meinen Geschmack noch mehr Tiefe vertragen können. Aber das sind Kleinigkeiten, die den Lesefluss kaum hemmen.
Wer Freude an unkonventionellen Protagonistinnen hat, die sich nicht unterkriegen lassen, und Lust auf einen Mix aus schwarzem Humor, Krimi und etwas Romantik verspürt, sollte hier unbedingt reinschnuppern. „Ich koch dich tot“ ist locker-leicht, unterhaltsam und bietet genau die richtige Würze für einen kurzweiligen Lesespaß — perfekt für alle, die es gern ein bisschen frech, spannend und unvorhersehbar mögen.
4,5 von 5 Sternen – ein starkes Rezept gegen Langeweile.
Klappentext
Mit todsicheren Rezepten fürs Jenseits!
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