Wenn dir das hier gefiel …
Everyone is Free
Key Facts
Kritik
Manchmal erwischt dich ein Buch einfach genau im richtigen Moment – „Everyone is Free“ von J.S.R. Rayburn schafft genau das. Es erzählt von einer Zukunft, in der der Wunsch nach Gleichheit nicht nur ein idealistischer Traum ist, sondern eine Bewegung, die für ihre Ziele mit allen Mitteln kämpft. Klingt spannend? Ist es auch!
Im Zentrum stehen Figuren, die nicht als Helden oder Antihelden daherkommen, sondern ganz nah an der Realität bleiben – mit Ecken und Kanten, Zweifeln und Überzeugungen. Rayburns Schreibstil ist dabei erstaunlich locker, flüssig und direkt, was trotz der komplexen Thematik angenehm zugänglich macht. Ein paar Wendungen haben mich dann doch überrascht und immer wieder ins Nachdenken gebracht.
Natürlich gibt's auch die eine oder andere Stelle, an der die Handlung ein bisschen zu vorhersehbar wird oder Dialoge etwas zu plakativ wirken – aber das trübt den Lesefluss kaum. Man spürt, dass hier jemand mit Herzblut an einem Zukunftsthema arbeitet, das uns alle umtreibt.
Wer also Lust auf dystopische Vibes hat, die nicht in Schwarz-Weiß verfallen, sondern mit Emotionen und moralischen Fragen spielen, sollte ruhig mal reinschauen. „Everyone is Free“ macht Mut, ins eigene Denken einzutauchen – und ja, es ist kein leichter Ritt, aber definitiv einer, der sich lohnt.
4 von 5 Sternen – ein intelligentes Szenario mit Ecken und Kanten, das neugierig macht und noch länger nachhallt.