Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
Kritik
Manchmal ist ein Buch so einnehmend, dass man sofort mitten im Geschehen steckt – genau so ging es mir mit „Moments So Blue Like Our Love“. Emmie steht plötzlich am Abgrund: Praktikum futsch, Freund weg, Zukunft ungewiss. Und dann dieser Auftrag auf Sardinien, der nicht nur ihre Reise ans Meer, sondern auch direkt ins Gefühlschaos katapultiert. Die Geschichte verbindet diesen bittersüßen Schmerz eines Neuanfangs mit der zarten Hoffnung, die wohl jeder von uns kennt.
Die Figuren sind dabei das Herzstück des Romans: Emmie wirkt so authentisch mit all ihren Zweifeln und Mutproben, man fühlt sich fast wie eine stille Begleiterin. Sam wiederum, der charmante, aber verletzte Regisseur, bringt genau die richtig dosierte Portion Reibung und Wärme mit, die eine Liebesgeschichte lebendig macht – keine kitschige Schnulze, sondern echte Emotionen. Gabriella Santos de Lima schreibt dabei in einer Sprache, die gleichermaßen poetisch und ungeschönt ist, was dem Buch diese besondere Intensität verleiht. Man spürt regelrecht, wie die Luft zwischen den Zeilen vibriert.
Klar, ein paar kleine Hänger im Tempo gibt es, und manche Nebencharaktere bleiben eher skizzenhaft. Trotzdem stören diese Punkte das Gesamtbild nur minimal. Wer auf tiefgründige New Adult-Romance mit einer ordentlichen Portion Herzschmerz und einer Prise italienischem Flair steht, wird hier definitiv glücklich.
Unterm Strich ist „Moments So Blue Like Our Love“ genau das richtige Buch für alle, die sich auf eine gefühlvolle Reise voller Höhen und Tiefen einlassen wollen – ohne dabei den Blick für die Realität zu verlieren. Ehrlich, mitreißend und ein bisschen magisch.
4 von 5 Sternen.