Der Tod tanzt gern zu Rockmusik - Sofia und die Hirschgrund-Morde, Teil 28 (Ungekürzt)
Kritik
Urlaub ohne Mord – wäre das nicht ein Traum? Für Sofia ist genau das der Auftakt, bevor der Hirschgrundsee sie wieder fest im Griff hat. Kaum zurück, geht es auch schon los: Ein verschwundener Wohnwagen und ein toter Rocker sorgen für eine wilde Jagd quer durch die bayrische Idylle.
Die Handlung ist gewohnt spritzig und spannend, ohne dabei ins Überkandidelte abzurutschen. Was sofort auffällt: Sofia ist so herrlich authentisch, dass man sie fast schon persönlich kennt. Sie ist bodenständig, clever und lässt sich von der meist charmant-lässigen Kommissarin Kiesewetter nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Der Schlagabtausch der beiden bringt viel Farbe und Witz in die Geschichte, die zudem von der malerischen bayrischen Kulisse wunderbar getragen wird.
Susanne Hanikas Schreibstil ist flott, locker und mit feinem Humor versehen. Das macht das Hörbuch gerade für Krimifans attraktiv, die eher auf unkomplizierte Unterhaltung mit ordentlich Pfeffer stehen statt auf allzu düstere, verknotete Ermittlungen. Die Mischung aus bayerischem Charme, Rockmusik als atmosphärisches Element und der gewohnt leckeren Portion Humor macht einfach Laune.
Kritisch gesehen fallen mir nur Kleinigkeiten auf: An manchen Stellen hätte das Tempo etwas mehr Varianz vertragen können, gelegentlich wirken Szenen etwas vorhersehbar. Aber hey, das trübt das Lesevergnügen kaum, gerade wenn man den entspannten Stil zu schätzen weiß.
Kurz und knapp: „Der Tod tanzt gern zu Rockmusik“ ist genau die richtige Wahl für alle, die gern in bayrische Gefilde abtauchen, mordsschlau und mit einer Prise Humor ermitteln wollen – ohne sich dabei zu verkünsteln. Wer Rockmusik mag und spannende, aber auch leichte Krimikost sucht, wird hier bestens bedient.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.