Wenn dir das hier gefiel …
Mörderfinder – Stimme der Angst
Key Facts
Kritik
Wer einmal in Arno Strobels Welt eingetaucht ist, weiß: So ruhig wie der Einstieg wirkt, so gnadenlos zieht einen die Handlung kurz darauf mitten ins Chaos. „Mörderfinder – Stimme der Angst“ schlägt genau diesen Ton an – ein Thriller, der sich erst langsam entrollt und dann voll aufs Tempo drückt. Max Bischoff, ein Fallanalytiker mit einem schwerwiegenden Seelenballast, steht plötzlich einer Frau gegenüber, die seiner längst verstorbenen großen Liebe zum Verwechseln ähnlich sieht. Klingt nach einem klassischen Setup? Stimmt, aber Strobel schafft es meisterhaft, das Vertraute mit düsteren Geheimnissen zu verweben, so dass man einfach weiterlesen muss.
Max ist nicht irgendein Held, sondern ein Typ mit Ecken und Kanten, der richtig spürbar mit sich selbst kämpft. Besonders spannend ist, wie Strobel den Kopf von Max lebendig macht – intelligent, gequält, aber durch und durch menschlich. Und Wagner, sein Kollege oder Kumpel (ich will nicht zu viel verraten!), bringt mit seinen schlagfertigen Sprüchen genau die richtige Würze herein, damit die düstere Atmosphäre nicht zu schwer wird. So schafft der Autor den Spagat zwischen beklemmender Spannung und Momenten des Aufatmens – ganz ohne dass man das Buch aus der Hand legen will.
Natürlich hätte ich mir an ein paar Stellen gewünscht, dass das Tempo noch gleichmäßiger wäre. Manchmal schleichen sich kleine Längen ein, gerade wenn Max’ Gedankenabzweigungen zu sehr ins Detail gehen. Aber hey, das schmälert das Gesamtbild kaum. Im Gegenteil, diese Einblicke helfen auch, die Figuren besser zu verstehen – und bei einem Thriller ist das eine echtes Plus.
Unterm Strich ist „Mörderfinder – Stimme der Angst“ genau das richtige Buch für alle, die knifflige Psychothriller mit einem ordentlichen Schuss Drama schätzen und kein Problem damit haben, wenn es mal etwas düsterer wird. Wer schon einmal dachte, dass er eine pekuniäre Lektüre nicht mehr aus der Hand legen kann, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich gibt’s:
⭐⭐⭐⭐⭐ – volle Punktzahl für Spannung, Figuren und das unverwechselbare Strobel-Flair. Wenn ihr Lust auf einen Thriller habt, der euch richtig tief mitnimmt, greift zu!
Klappentext
Auf einer Beerdigung steht Fallanalytiker Max Bischoff plötzlich einer Frau gegenüber, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Und Max gibt sich noch immer die Schuld daran.
Die Begegnung lässt ihm keine Ruhe, und er spricht die Unbekannte an. Sie ist ebenso erstaunt wie er, es gibt keine Verbindung zu Jennifer.
Obwohl Max mit aller Macht versucht, das Vergangene ruhen zu lassen, gelingt es ihm nicht. Es ist alles wieder da, das alte Trauma, die inneren Dämonen.
Nie wieder wird ein Mensch seinetwegen sterben. Das hat er sich geschworen. Und doch scheint sich genau das zu wiederholen. Denn nur kurze Zeit später verschwindet jemand aus seinem Umfeld. Und Max wird zurückkatapultiert in den Keller, in dem er einst Jennifer fand, und jede Hilfe zu spät kam.