Meeressarg (Ein Fabian-Risk-Krimi 6)
Kritik
Wenn du Lust auf einen Krimi hast, der es ordentlich in sich hat und bei dem du Fabian Risk förmlich auf jedem Schritt durch Kopenhagen begleiten kannst, dann bist du bei „Meeressarg“ von Stefan Ahnhem genau richtig. Dieses Buch zieht dich sofort rein in eine düstere Welt voller Intrigen, Machtspielchen und einem erbitterten Kampf gegen einen Erzfeind, den man einfach hassen muss.
In diesem sechsten Teil der Reihe stellt Risk alles auf eine Karte: Sein Ziel ist klar – Kim Sleizner, der korrupte Polizeichef, der skrupellos über Leichen geht, um seinen Status zu sichern. Die Spannung steigt mit einem verstörenden Fund am Meeresgrund, der nicht nur einen Mordfall, sondern ein ganzes Netz aus Verrat und Erpressung aufdeckt. Fabian Risk arbeitet dabei Seite an Seite mit Dunja Hougard, die undercover gegen Sleizner ermittelt. Das Zusammenspiel der beiden ist spannend, ausbalanciert und sorgt für dynamische Szenen, die locker fließen und den Leser mitreißen.
Was mir besonders gefällt: Ahnhem schreibt so, dass man die kühle Atmosphäre Kopenhagens spürt, die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit der Figuren greifen kann. Sein Stil ist schnörkellos, dabei aber packend – perfekt für Krimifans, die es gern direkt und ohne viel Schnickschnack mögen. David Nathan als Sprecher setzt dem Ganzen mit seiner Stimme die Krone auf und zieht einen tief rein in die Geschichte.
Kritikpunkt? Manchmal merkt man, dass es bereits der sechste Band ist – wer die Vorgänger nicht kennt, braucht etwas Anlauf, um in alle Details reinzukommen. Aber dafür entschädigt die Handlung mit ordentlich Tempo und cleveren Wendungen.
Fazit: „Meeressarg“ ist ein spannender, atmosphärisch dichter Krimi mit einem klaren Helden, einem unverschämten Bösewicht und einem Plot, der dich auf Trab hält. Perfekt für alle, die düstere Ermittlungen lieben und keinen Krimi mit zu viel Psychogedöns wollen. Für mich gibt’s dafür 4 von 5 Sternen – spannend, kraftvoll und absolut lesenswert.