Der Meister und Margarita
Kritik
Es gibt Bücher, die einen sofort packen und nicht mehr loslassen – „Der Meister und Margarita“ ist genau so ein Fall. Kaum schlägt man das Buch auf, schleicht sich diese eigenartige Mischung aus schwarzem Humor, Magie und Gesellschaftskritik in die Seele und macht neugierig auf mehr.
Die Handlung spielt in Moskau, wo plötzlich der Teufel persönlich, Woland, mitsamt seinem skurrilen Gefolge auftaucht. Ein sprechender, riesiger Kater ist nur der Anfang – ihre Auftritte sorgen für allerlei Chaos und entlarven die Heuchelei und Gier der Menschen. Parallel dazu erleben wir die bewegende Geschichte des Meisters, eines Schriftstellers, der mit seinen verzweifelten Gefühlen und seiner Liebe zu Margarita gegen die Konventionen kämpft. Klingt verrückt? Ist es auch, aber genau das macht den Reiz aus.
Mich hat Bulgakows Schreibstil total begeistert: leicht ironisch, voller Überraschungen und mit einer Prise Wahnsinn, die nie überfordert, sondern immer neugierig macht. Die Charaktere sind alle so lebendig und einzigartig, dass man sie einfach ins Herz schließen muss – vor allem Behemoth, der Kater, der einfach alle zum Schmunzeln bringt. Trotzdem verliert Bulgakow nie die Tiefe, und die Mischung aus Satire, Liebe und Mystik ist perfekt ausbalanciert.
Klar, das Buch braucht ein bisschen Zeit, um sich zu entfalten, und die vielen Handlungsstränge verlangen Aufmerksamkeit. Für Lesemuffel könnte das stellenweise etwas sperrig sein, und die satirischen Seitenhiebe auf das damalige System sind mitunter ziemlich bitter. Aber genau das gibt dem Buch seinen Biss und macht es so bedeutend.
Kurz gesagt: Wer Lust auf ein spannendes, intelligentes Buch hat, das verrückt, romantisch und bissig zugleich ist, der sollte „Der Meister und Margarita“ unbedingt lesen. Ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch erstaunlich frisch wirkt.
4 von 5 Sternen – magisch und unvergesslich, aber nichts zum Durchrauschen.
Klappentext
Michail Bulgakows Meister und Margarita ist ein absoluter Kultklassiker und das Lieblingsbuch ganzer Generationen.
In Moskau treibt der Teufel Woland mit seinem Gefolge, darunter der sprechende Riesenkater Behemoth, sein Unwesen und stellt die Stadt auf den Kopf. Mit seiner bizarren Gefolgschaft – einer verführerischen Hexe, einem verschlagenen Diener und einem sprechenden Kater – deckt er Heuchelei, Gier und Größenwahn auf.
Bulgakows Meisterwerk ist eine radikal moderne Satire auf ein erstarrtes System und übertriebenen Atheismus - magisch, verrückt und hochaktuell.
Parallel dazu erzählt Bulgakow die tragisch-schöne Geschichte des „Meisters“, eines verbannten Schriftstellers, und seiner hingebungsvollen Margarita. Ihre Liebe trotzt allen Grenzen – selbst jenen zwischen Leben und Tod.
Ein Buch, das auch heute noch Kultstatus genießt und in den Kanon der Weltliteratur aufgenommen wurde.