Die Abenteuer des Apollo 5: Der Turm des Nero
Kritik
Kaum legt man »Die Abenteuer des Apollo 5: Der Turm des Nero« aus der Hand, fühlt man sich fast selbst wie ein halbgöttlicher Held, der gerade ein episches Abenteuer überstanden hat. Rick Riordan und Marius Claren liefern hier den packenden Abschluss der Apollo-Reihe, bei dem es keine Sekunde langweilig wird – versprochen!
Im Zentrum steht Apollo, der immer noch nicht ganz mit seinem Schicksal als sterblicher Halbgott klarkommt. Er und seine clevere Freundin Meg müssen das Orakel von Delphi aus den Fängen des hinterhältigen Python befreien – eine Aufgabe, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Dabei geht es nicht nur um Magie und Action, sondern auch um Freundschaft, Mut und das Finden des eigenen Weges. Der Plot ist spannend und hält genau die Balance zwischen Mythologie, Humor und erfrischender Bodenständigkeit.
Was besonders heraussticht, ist der locker-flockige Schreibstil. Apollo als Erzähler gibt durch seine selbstironischen Kommentare und charmanten Einwürfe dem Buch viel Persönlichkeit. Man fühlt sich, als würde man einem alten Freund lauschen, der einem eine großartige Geschichte erzählt. Die Charaktere sind sympathisch und wachsen einem ans Herz, ohne dass sie übertrieben glatt oder stereotyp wirken.
Kritik? Hm, jetzt wird’s schwierig – vielleicht erwischt man hier und da ein paar altbekannte Mythologie-Klischees, die man bei Riordan aber kennt und irgendwo auch erwartet. Manchmal wirkt die Handlung an manchen Stellen etwas vorhersehbar, gerade wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Aber das kratzt kaum an der Freude, mit der man das Buch verschlingt.
Für alle, die schon immer mal in die Welt der griechisch-römischen Götter und Helden eintauchen wollten, ist dieser finale Band genau das Richtige. Locker, witzig und spannend zugleich, bringt »Der Turm des Nero« eine gelungene Mischung auf den Tisch, die Kinder ab 11 Jahren genauso begeistert wie erwachsene Fans der Mythologie.
Kurzum: Ein würdiger Abschluss, der Lust auf mehr macht – und gleichzeitig ein bittersüßes Abschiednehmen ist.
4 von 5 Sternen: Ein perfektes Finale für alle, die Abenteuer, Humor und Göttersagen lieben.