Whisky für den Mörder
Key Facts
Kritik
Kaum habe ich „Whisky für den Mörder“ aufgeschlagen, war ich sofort mitten drin in den rauen Highlands, wo Whisky mehr ist als nur ein Getränk – er ist fast so lebendig wie die Bewohner selbst. Melinda Mullet nimmt uns mit auf eine Reise, die irgendwo zwischen Spannung, Nostalgie und einer ordentlichen Portion Herzblut liegt.
Die Fotojournalistin Abigail Logan steht plötzlich vor mehr Fragen als Antworten, als sie eine Whisky-Brennerei erbt und dazu noch eine Leiche gefunden wird. Der perfekte Auftakt für einen Krimi, der ganz charmant mit schottischer Atmosphäre und einer Prise Humor spielt. Und dann ist da noch Rory – der Ex-Frontmann der „Rebels“ –, dessen Rückkehr ins Leben von Abigail so einiges durcheinanderwirbelt. Die Figuren sind nicht nur lebendig und liebevoll gezeichnet, sondern sorgen mit ihren Ecken und Kanten dafür, dass man sie gerne begleitet (und ein bisschen mitfiebert).
Der Erzählstil ist locker, aber niemals leichtfertig, richtig gut balanciert zwischen Spannung und entspanntem Erzählfluss. Die Stimmung der Highlands, das Knistern zwischen den Charakteren, all das hat für mich den Roman besonders gemacht. Natürlich fühlt man zwischendurch, dass manches Klischee mitschwingt, und der Spannungsaufbau hätte an einigen Stellen ruhig noch ein bisschen mehr Bums vertragen können – aber hey, dafür liest es sich so angenehm weg, dass man schnell verzeiht und einfach mitmacht.
Wer einen Krimi sucht, der nicht nur durch sein Setting, sondern auch durch Herz und Humor besticht, ist hier bestens aufgehoben. „Whisky für den Mörder“ ist definitiv eine kurzweilige Reise, die Spaß macht und Lust auf mehr schottischen Krimiflair hinterlässt.
Vier von fünf Sternen. Ein heißer Tipp für alle, die Spannung mit Charakter haben – und einem guten Schluck Whisky im Gepäck.
Klappentext
"Die Geschichte wird von Leuten bevölkert, die für eine gehörige Prise Humor sorgen. Und die Autorin lässt feinfühlig die schottische Seele in ihren Roman einfließen. Lesenswert." Münchner Merkur.