Wenn dir das hier gefiel …
Das Vermächtnis
Key Facts
Kritik
Schon auf den ersten Seiten spürt man dieses typische Grisham-Flair: Ein unterschätzter Anwalt, ein mysteriöses Testament und ein Gerichtsdrama, das mehr als nur juristisches Fachwissen verlangt. In „Das Vermächtnis“ nimmt uns John Grisham mit in das verschlafene Virginia, wo Simon Latch nicht nur beruflich, sondern auch privat am Abgrund steht – eine ziemlich sympathische Figur, bei der man mitfiebert und hoffen will, dass die Geschichte für ihn gut ausgeht.
Die Handlung ist klassisch, aber wirkungsvoll: Ein alter Witwer hinterlässt ein Vermögen, von dem niemand etwas ahnt, und plötzlich ist Simon nicht nur der Verwalter dieses Erbes, sondern auch Hauptverdächtiger in einem Mordfall. Es geht um Loyalität, Täuschung und das grausame Spiel mit der Wahrheit. Dabei macht Grishams Erzählstil definitiv Lust auf mehr. Fließend, schnörkellos, aber mit genug Spannung und Wendungen, um auch zwischendurch mal kurz die Luft anzuhalten.
Die Nebenfiguren sind vielleicht nicht alle bis ins letzte Detail entwickelt, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch – man bleibt einfach bei Simon und verfolgt seine verzwickte Situation mit wachsendem Interesse. Wer auf schnörkellose Gerichts-Thriller steht, die nicht in endlosen Paragraphen versinken, sondern flott und unterhaltsam daherkommen, ist hier genau richtig. Einziger Wermutstropfen: Für absolute Überraschungsmomente fehlt es dem Plot stellenweise an Frische, typisch Grisham eben, aber das kennt man ja irgendwie und fühlt sich trotzdem gut unterhalten.
Kurz gesagt: „Das Vermächtnis“ liefert spannende Justiz-Action und eine sympathische Hauptfigur – perfekt für alle, die sich mit einem starken, aber zugänglichen Thriller die Zeit vertreiben wollen. Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen. Ein solider Grisham, der genau weiß, wie man Leserinnen und Leser fesselt.
Klappentext
Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.
"Ein klassischer, dicht und packend gewobener, mitreißender Roman … John Grisham in unwiderstehlicher Bestform." CHRIS WHITAKER
Für alle Fans von Polit- und Justizthrillern:
- Ein geheimes Vermächtnis
- Ein Anwalt unter Verdacht
- Hochspannung bis zur letzten Seite