SYLTKRIMI: Band 1–5
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „SYLTKRIMI: Band 1–5“ von Krinke Rehberg aufgeschlagen, fühlt man sich direkt in den rauen Wind der Nordsee versetzt – fast so, als stünde man selbst auf den endlosen Dünen und schnuppert salzige Luft. Die Serie nimmt einen mit auf eine spannende Reise an die Küste, wo Kommissarin Bente Brodersen nicht nur gegen Verbrecher, sondern auch gegen das unberechenbare Wetter kämpft.
In den fünf Bänden dreht sich alles um Bente, eine taffe, bodenständige Ermittlerin mit viel Fingerspitzengefühl und einer ordentlichen Portion Durchsetzungsvermögen. Ihre authentische Art macht sie sofort sympathisch – man begleitet sie gern durch die dunklen Geheimnisse Sylt’s, einer Insel, auf der die Scheinwelt der Schönen und Reichen mit eiskaltem Verbrechen kollidiert. Der kribbelnde Mix aus mordsspannenden Fällen und dem einzigartigen Inselleben zieht einen richtig in den Bann. Manchmal hat man beinahe das Gefühl, die Möwen schreien direkt neben einem.
Krinke Rehbergs Schreibstil ist dabei angenehm locker, ohne an Tiefe zu verlieren. Die Dialoge sind lebendig, die Beschreibungen so anschaulich, dass man einfach träumen möchte – oder mitten in der nächsten Ermittlung stecken. Klar, der Fokus liegt auf klassischen Krimielementen, und wer auf hochkomplexe Psychothriller aus ist, wird hier vielleicht nicht ganz auf seine Kosten kommen. Aber dafür bekommt man solide Spannung, eine starke Protagonistin und eine Atmosphäre, die so einzigartig ist wie das Inselleben selbst.
Kurz gesagt: Wer Lust auf gemütliche, aber trotzdem aufregende Küstenkrimis hat, bei denen die Insel selbst fast schon eine Hauptrolle spielt, liegt mit „SYLTKRIMI“ goldrichtig. Die Geschichten sind ideal für alle, die beim Lesen gerne schon mal die salzige Brise im Gesicht spüren möchten.
4 von 5 Sternen – eine überzeugende Krimireihe, die durch Charme und Setting punktet. Sylt-Feeling inklusive!