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Erschienen:
2026-03-23
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Das Vermächtnis

Kritik

Kaum habe ich die erste Seite von „Das Vermächtnis“ aufgeschlagen, war ich mittendrin in einem kleinen, verschlafenen Städtchen Virginias, das plötzlich von Geheimnissen und Verdacht erschüttert wird. John Grisham führt uns hier auf eine spannende Reise, auf der ein unscheinbarer Anwalt zum Mittelpunkt eines dramatischen Krimis wird.

Simon Latch – ein sympathischer, bodenständiger Typ, der mit seinem Leben nicht viel Glück hat und sich mit heruntergewirtschafteter Kanzlei und einer zerbrochenen Ehe abmüht. Als Eleanor Barnett, die mysteriöse Witwe eines versteckt reichen Mannes, ihn um ein neues Testament bittet, beginnt das Pulverfass zu zünden. Kaum ist Eleanor ins Krankenhaus gekommen, überschlagen sich die Ereignisse: Simon steht plötzlich selbst unter Mordverdacht und muss seinen Ruf und sein Leben retten. Grishams Kombination aus Justizthriller und klassischem Whodunit funktioniert hier wirklich gut: Die Handlung bleibt spannend, die Wendungen sind klug gesetzt – ganz ohne übertriebene Action, sondern mit viel Kopf und Herz.

Was mir besonders gefallen hat, ist die leise Atmosphäre, die trotz allem Tempo spürbar bleibt. Man fühlt förmlich den Druck auf Simon und die kleine Gemeinde, die jede Menge Geheimnisse hütet. Der Erzählstil ist gewohnt flüssig, aber diesmal auch überraschend einfühlsam, was dem Buch eine angenehme Tiefe verleiht, ohne die Spannung zu bremsen.

Kleine Kritik nur am Rande: Die Figuren könnten hier und da noch ein bisschen facettenreicher sein, manchmal hatte ich das Gefühl, dass ein paar Charaktere mehr Persönlichkeit vertragen hätten. Außerdem ist das Tempo zwar meistens top, an manchen Stellen schlich die Geschichte leicht dahin – aber hey, das tut der Gesamtspannung kaum einen Abbruch.

„Das Vermächtnis“ ist genau richtig für alle, die auf clevere Justizdramen mit einer Prise klassischem Krimi stehen und Lust auf eine Geschichte haben, die mehr ist als nur ein Thriller von der Stange. Wer Grisham mag, sollte hier unbedingt zugreifen – und alle, die gerne in ein „Wer hat’s getan?“ eintauchen, bei dem auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt.

Mein Fazit: Spannend, packend und mit einem kleinen Schuss Southern-Gothic-Charme. 4 von 5 Sternen – ein lohnendes Lesevergnügen, das sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem unter die Haut geht.

Klappentext

Gelesen von Grisham-Stimme Charles Brauer

Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.

Justizthriller meets Agatha Christie – Der erste Whodunit von Bestsellerautor John GrishamEine tote Millionenerbin – ein kleiner Anwalt unter Verdacht – eine atemlose Suche nach dem wahren Täter"Grishams Werk, seit jeher größte Unterhaltungskunst, wird immer noch tiefgründiger, noch kraftvoller" (The Washington Post)Gelesen von Grisham-Stimme Charles Brauer

leicht gekürzte Lesung mit Charles Brauer
15h 14min

FAQ

Gelesen von Grisham-Stimme Charles BrauerSimon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche.…

Was mir besonders gefallen hat, ist die leise Atmosphäre, die trotz allem Tempo spürbar bleibt. Man fühlt förmlich den Druck auf Simon und die kleine Gemeinde, die jede Menge Geheimnisse hütet. Der Erzählstil ist gewohnt flüssig, aber diesmal auch überraschend einfühlsam, was dem Buch eine angenehme Tiefe verleiht, ohne die Spannung zu bremsen.

Spannend, packend und mit einem kleinen Schuss Southern-Gothic-Charme. 4 von 5 Sternen – ein lohnendes Lesevergnügen, das sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem unter die Haut geht.

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