Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
Kritik
Kaum schlägt man „Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?“ auf, will man das Buch kaum mehr aus der Hand legen – dieser Thriller ist wirklich ein echter Seitenfresser! Freida McFadden versteht es, eine Atmosphäre zu schaffen, die dich direkt ins Herz des Hauses Barnett zieht, wo nichts so ist, wie es scheint. Sylvia Robinson tritt ihre Stelle als Pflegekraft an, um sich um die scheinbar hilflose Victoria zu kümmern – und schnell wird klar, dass hinter dieser Fassade mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet.
Die Geschichte lebt von seinen überraschenden Wendungen und dem ständigen Fragezeichen im Kopf. Sylvia ist ein toller Zugang zur düsteren Welt des Buchs: bodenständig, neugierig und gleichzeitig so verletzlich, dass man mit ihr mitfiebert. Victoria, anfangs scheinbar schwach und stumm, macht schnell neugierig und sorgt mit ihrem Tagebuch für den besonderen Kick. McFaddens Schreibstil ist angenehm flüssig, schnörkellos und trotzdem spannend genug, um die Spannungskurve konstant oben zu halten – keine langen Abschweifungen, stattdessen knackig auf den Punkt.
Wenn ich dem Buch etwas ankreiden möchte, dann sind es vielleicht manche Wendungen, die ein kleines bisschen vorhersehbar erscheinen, wenn man erfahrene Thriller-Fans fragt. Aber mal ehrlich: Das schmälert den Lesespaß kaum, denn die Atmosphäre und die Charaktere ziehen einen gnadenlos in den Bann. Auch die Lesung mit Chantal Busse und Jodie Ahlborn – falls ihr das Hörbuch bevorzugt – punktet mit guter Stimmung und feiner Stimmführung.
Für alle, die Lust auf einen psychologisch dichten Thriller mit überraschenden Enthüllungen haben, ist „Die Ehefrau“ definitiv eine goldrichtige Wahl. Wer gerne miträtselt, aber nicht auf seichte Kost steht, sondern auf knisternde Spannung, wird hier richtig bedient. Mein Fazit: ein klares Pageturner-Erlebnis für gemütliche Abende auf der Couch.
4 von 5 Sternen – weil das Buch etwas mehr Originalität bei den Twists gut vertragen hätte, aber alles in allem ein rundum spannender, fesselnder Thriller, den ich gerne empfohlen habe.
Klappentext
Sylvia Robinson wird im Haus der Barnetts als private Pflegekraft eingestellt. Nach einem Unfall benötigt Victoria Barnett rund um die Uhr Betreuung. Sie kann weder gehen noch sprechen und ist an ihr Bett im obersten Stockwerk des Hauses gefesselt. Daher hat ihr Mann Sylvia als Unterstützung hinzugeholt. Doch schon bald hat Sylvia das Gefühl, dass Victoria nicht so hilflos ist, wie sie scheint. Dann entdeckt sie Victorias Tagebuch versteckt in einer Kommode. Und was sie darin liest, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg.
leicht gekürzte Lesung mit Chantal Busse, Jodie Ahlborn
9h 29min