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Erschienen:
2026-02-11
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Die Schuldlosen

Kritik

Man hat dieses seltsame Gefühl, mitten in ein kleines Dorf einzutauchen, das von Misstrauen und dunklen Geheimnissen durchdrungen ist – genau das schafft Petra Hammesfahr mit „Die Schuldlosen“ auf beeindruckende Weise. Die Geschichte beginnt mit einem Schock, der wie ein Schleier über Garsdorf liegt: Janice Heckler wurde tot aufgefunden, und der Nachbar Alex Junggeburt wird schnell zum Sündenbock gemacht. Doch sieben Jahre später kommt Alex frühzeitig aus der Haft – und plötzlich beginnt eine neue, spannende Dynamik im Dorf.

Die Handlung ist ein packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, voller Zwiespälte und gebrochener Biografien. Besonders stark sind die Figuren gezeichnet: Alex ist nicht einfach nur der vermeintliche Täter, sondern ein komplexer Charakter, der je nach Perspektive als Opfer oder Bedrohung gesehen wird. Man fühlt mit ihm, auch wenn man nicht alles gut heißt. Hammesfahr hat einen sehr eingängigen und doch präzisen Stil, der die Atmosphäre im Dorf so lebendig einfängt, dass man beim Lesen das Gefühl hat, förmlich dabei zu sein.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielschichtigkeit der Handlung. Niemand in Garsdorf ist wirklich unschuldig, und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Es ist kein simpler Krimi, sondern ein fein gesponnenes Netz aus Schuld, Verdrängung und menschlichen Abgründen. Allerdings hätte ich mir manchmal etwas mehr Tempo gewünscht – gerade in der Mitte zieht sich das Buch ein wenig, was sicher nicht jeden stören wird, aber ich fing an, auf das Ende zu drängen.

Unterm Strich ist „Die Schuldlosen“ ein spannendes, atmosphärisches Drama, das Fans von psychologisch tiefgründigen Thrillern definitiv gefallen wird. Wer Lust auf düstere Dorfgeheimnisse und komplexe Charaktere hat, ist hier genau richtig. Wer aber mehr auf schnelle Action oder klare Lösungen steht, könnte zwischendurch etwas Geduld brauchen.

4 von 5 Sternen – ein echtes Lesehighlight für alle, die es gerne ein bisschen unheimlich, menschlich und verworren mögen.

Klappentext

Am Ostersonntag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Dorf: Janice Heckler ist tot in der Greve gefunden worden, halbnackt und offensichtlich ertränkt. Auf den Täter einigt man sich in Garsdorf schnell: der Nachbar. Alex Junggeburt – als Kind noch von allen bedauert, als Jugendlicher gefürchtet, als Erwachsener verteufelt. Sechs Jahre später kommt Alex frühzeitig aus der Haft frei. Sein erster Weg führt ihn zurück an den Ort des Geschehens – in sein Elternhaus. Kaum jemand im Dorf ist darüber glücklich: Die einen fürchten seine Rache, die anderen weitere Gewalttaten. Wenig später wird die Leiche von Heike Jentsch gefunden ...

FAQ

Am Ostersonntag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Dorf: Janice Heckler ist tot in der Greve gefunden worden, halbnackt und offensichtlich ertränkt. Auf den Täter einigt man sich in Garsdorf schnell: der Nachbar.…

Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielschichtigkeit der Handlung. Niemand in Garsdorf ist wirklich unschuldig, und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Es ist kein simpler Krimi, sondern ein fein gesponnenes Netz aus Schuld, Verdrängung und menschlichen Abgründen.

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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