Polly (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal stößt man auf Geschichten, die einen sofort packen und nicht mehr loslassen – „Polly“ von Rebekah Stoke ist definitiv so ein Fall. Die Erzählung zieht dich tief hinein in die geheimnisvolle Begegnung zwischen Polly, einer rätselhaften jungen Frau, und David, einem Mann, der mehr über sie erfahren will, als ihr lieb sein kann. Ohne zu viel vorwegzunehmen, passiert hier eine Suche nach Identität und Wahrheit, die alles, was man glaubt zu wissen, auf den Kopf stellt.
Die Atmosphäre des Buches ist intensiver als eine Sommernacht in den Sümpfen Louisianas – natürlich passend zum düsteren Setting, das Stoke meisterhaft beschreibt. Polly selbst ist eine Figur, die so vielschichtig und widersprüchlich ist, dass man immer wieder ins Grübeln kommt: Wer ist sie wirklich? David agiert als zugänglicher Ankerpunkt in einem Meer von Geheimnissen, und die Dynamik zwischen den beiden treibt die Geschichte rasch voran.
Besonders gefallen hat mir der packende Erzählstil, der es schafft, Spannung und Emotionen mühelos zu verweben. Die immer wieder auftauchenden verstörenden Wendungen halten den Puls hoch und lassen einen regelrecht am Hörbuch kleben. Die unzuverlässige Erzählweise von Polly sorgt dabei für zusätzlichen Nervenkitzel – man fragt sich permanent, wem man trauen kann. Ein bisschen Kritik gibt es aber auch: Manchmal fühlte sich die Story leicht überfrachtet an, und einige Nebenhandlungen hätten für meinen Geschmack knackiger sein können. Dennoch passt das zum dichten Gesamteindruck, der keine Langeweile aufkommen lässt.
Wer sich gerne auf psychologische Thriller mit einer fast greifbaren Southern-Gothic-Stimmung einlässt, wird hier genau richtig sein. Für Fans von „Gone Girl“ oder „Sharp Objects“ ist „Polly“ eine klare Empfehlung – wer eher auf leichte Kost setzt, sollte sich vielleicht anders orientieren. Alles in allem ein fesselnder, düsterer Trip, der einem noch lange im Kopf nachhängt.
4 von 5 Sternen – spannend, atmosphärisch und emotional intensiv, mit kleinen Schwächen, die aber den Hörgenuss kaum trüben.
Klappentext
Ihr Name ist Polly.
Mehr verrät die schöne junge Frau nicht, die David O'Brian an einer Tankstelle mitten im Nirgendwo trifft. Sie ist seit Tagen allein unterwegs und hat kein Ziel. David weiß nichts über sie, nur, dass er sie wiedersehen muss. Eines Tages taucht Polly in Oakdale, Louisiana, auf, wo David in einer Autowerkstatt hart für seinen Traum schuftet. Seine Freunde und seine Mutter mögen sie nicht. Warnen ihn sogar vor ihr, denn warum macht sie so ein Geheimnis aus sich und ihrem Rucksack, den sie niemals aus den Augen lässt?
Zur gleichen Zeit erschüttern mehrere Verbrechen das Land: Die Leichen junger Frauen werden nahe den Sümpfen gefunden. Die Medien berichten von einem "Monster". Dann verschwindet auch Polly, und alle halten sie für tot. Jahrelang sucht David nach ihr, bis er neun Jahre später zu einer letzten großen Reise aufbricht, ohne zu wissen, welch großer Gefahr er sich dabei aussetzt ...
"Ein düsterer, atmosphärischer Thriller, der einen bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Die verschlungene Geschichte von Polly und David ist zugleich tragisch, fesselnd und voller unerwarteter Wendungen. Ein Muss für Fans von psychologischen Thrillern!"
"Hochspannung trifft auf tiefgründige Charaktere - dieses Hörbuch ist eine emotionale Achterbahnfahrt! Polly ist eine der faszinierendsten und vielschichtigsten Figuren, die ich je in einem Thriller erlebt habe. Die Sümpfe Louisianas als Schauplatz machen das Ganze noch intensiver."
"Eine Geschichte voller Geheimnisse, Schuld und fataler Entscheidungen. Der Mix aus unzuverlässiger Erzählerin, düsterer Familiengeschichte und Southern-Gothic-Atmosphäre sorgt für absolute Gänsehaut! Wer Gone Girl und Sharp Objects mochte, wird dieses Hörbuch lieben."