Wenn dir das hier gefiel …
Schatten über den Weiden
Key Facts
Kritik
Manchmal ist es genau diese Mischung aus Herzklopfen und Familiendrama, die einen Roman unvergesslich macht – und genau das erwischt Nora Roberts mit „Schatten über den Weiden“. Kelsey Byden bekommt einen Brief von ihrer totgeglaubten Mutter, der sie mitten ins Herz und direkt auf das Vollblutgestüt ihrer Familie in Virginia führt. Von dort an geht es nicht nur um Pferde, sondern um jahrzehntelange Geheimnisse, zusammengehaltene Wunden und natürlich eine große Portion Gefühle.
Kelsey ist eine Protagonistin, die sofort sympathisch wirkt: tough, verletzlich und mutig zugleich. Roberts versteht es wunderbar, die Charaktere mit kleinen Details lebendig zu machen, sodass man das Gefühl hat, selbst auf der Veranda des Gestüts zu sitzen, den Duft von frisch gemähtem Gras in der Nase. Der Schreibstil ist locker, der Ton dabei aber nie zu leicht – genau die richtige Balance für einen Roman, der so viel mehr sein will als nur eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Pferd.
Was mir besonders gefallen hat, sind die authentischen Dialoge und die Art, wie Roberts die Landschaft Virginias malt – diese beschauliche Kulisse wirkt gerade dadurch so lebendig, weil sie nie kitschig wird. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manchmal ziehen sich die Rückblenden etwas, was das Tempo leicht ausbremst. Aber hey, es sind genau diese Details, die die Geschichte tiefgründiger machen.
Kurzum: Wer auf gut erzählte Geschichten mit Herz, Pferdeleidenschaft und einem Touch Nervenkitzel steht, wird hier mehr als gut bedient. „Schatten über den Weiden“ ist ein echtes Wohlfühlpaket mit Ecken und Kanten. Von mir bekommt dieser Roman solide 4,5 Sterne – eine klare Empfehlung für alle, die sich gern von Nora Roberts‘ Charme einfangen lassen wollen!