Tödliche Mitgift - Pia Korittkis fünfter Fall - Kommissarin Pia Korittki 5 (Ungekürzt)
Kritik
Man taucht sofort ab in eine düstere Welt voller Geheimnisse, die einen nicht mehr loslässt. „Tödliche Mitgift“ nimmt einen mit auf eine Reise, die von einer grausamen Tat in Umbrien bis tief in die verschlungenen Abgründe einer scheinbar vornehmen Familie in Lübeck führt. Kommissarin Pia Korittki steht vor einem Rätsel, das sie nicht nur beruflich fordert, sondern auch persönlich an ihre Grenzen bringt – Spannung garantiert.
Die Handlung entfaltet sich geschickt zwischen Italien und Deutschland, ohne jemals an Tempo zu verlieren. Pia ist eine erfrischend authentische Ermittlerin, die mit ihrer Mischung aus Durchsetzungsvermögen und Menschlichkeit punktet. Man spürt, dass Eva Almstädt ihre Charaktere liebt – und das macht’s besonders lebendig. Der Schreibstil ist flüssig, packend und dabei so unkompliziert, dass man fast nebenbei lernt, wie viel Dunkelheit hinter einer perfekten Fassade stecken kann.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir eine etwas überraschendere Wendung gewünscht, und das Tempo zieht gegen Ende etwas an, sodass die letzten Kapitel fast schon hetzen. Aber das schmälert den Lesespaß kaum – dafür ist der Fokus auf Charakterentwicklung und die atmosphärische Beschreibung einfach zu gelungen.
Für alle, die Lust auf einen soliden, gut erzählten Krimi mit sympathischer Ermittlerin und einem Hauch italienischem Flair haben, ist „Tödliche Mitgift“ genau die richtige Wahl. Ein kurzweiliger Pageturner, der neugierig macht auf mehr von Pia Korittkis Abenteuern.
4 von 5 Sternen – spannend, unterhaltsam und mit Herzblut geschrieben.