Wenn dir das hier gefiel …
Baskische Tragödie
Key Facts
Kritik
Kaum aufgeschlagen, packt dich „Baskische Tragödie“ sofort am Kragen und zieht dich tief hinein in einen düsteren Sog aus Drogen, Geheimnissen und Rache. Alexander Oetker schafft es, mit präzisen Bildern und einer Atmosphäre, die an den stürmischen Atlantik selbst zu erinnern scheint, Spannung aufzubauen, die so schnell nicht abebbt.
Die Handlung klingt nach einem klassischen Krimi, aber das ist hier nur die halbe Wahrheit: Commissaire Luc Verlain steckt mitten in einem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel, das ihn aus Frankreich bis ins Herz des Baskenlands zerrt – und dabei auf jeder Seite neue Wendungen bietet. Besonders spannend fand ich, wie sich Luc neben der Jagd auf den Ermittler auch mit dem Schatten seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen muss. Die Figuren sind keine eindimensionalen Schablonen, sondern besitzen Tiefe, die sie nahbar und glaubwürdig macht.
Oetkers Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, gleichzeitig aber niemals unnötig ausschweifend. Die kurzen, prägnanten Kapitel treiben das Tempo voran, sodass man kaum zum Durchatmen kommt – genau so muss guter Thriller heute funktionieren. Wenn ich etwas anmerken darf: Manchmal hätte ich mir an einzelnen Stellen noch den letzten Feinschliff in Sachen Logik gewünscht, hier und da schleicht sich ein kleines „Wie bitte?“ ein. Aber das tut der Spannung kaum Abbruch.
Für alle, die Lust auf einen modernen, rasanten Thriller mit einem Hauch von Außenseiter-Drama und einer ungewöhnlichen Kulisse haben, ist „Baskische Tragödie“ absolut empfehlenswert. Wer klassische Krimis liebt, wird von diesem dunklen Abenteuer ebenso mitgerissen.
Vier Sterne, weil ich mich klasse unterhalten fühlte und Alexander Oetker eine spannende Welt zwischen Küste und Großstadt gelungen ist, die wirklich neugierig auf mehr macht.
Klappentext
Luc macht sich auf den Weg gen Süden und findet sich plötzlich auf der anderen Seite wieder. Er wird verhaftet, ausgerechnet wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel – und wegen dringendem Mordverdacht. Wer spielt dem Commissaire böse mit? Nach seiner Flucht vor der Polizei über die spanische Grenze hat Luc keine Wahl: Er muss das Spiel eines altbekannten Psychopathen mitspielen. So beginnt in den engen Gassen San Sebastiáns und auf dem stürmischen Atlantik eine teuflische Schnitzeljagd. Um den Plan des Mannes zu durchkreuzen, der um jeden Preis Rache nehmen will, muss Luc alles auf eine Karte setzen.