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Das Boot - Nach einem Roman von Lothar-Günther Buchheim (Ungekürzt)

Kritik

Schon die ersten Seiten ziehen dich mit einer beklemmenden Intensität mitten hinein in das drückende Dunkel eines deutschen U-Boots während des Zweiten Weltkriegs. „Das Boot“ ist kein klassischer Kriegsroman mit heldenhaften Schlachten und großen Gesten, sondern ein schonungsloses Porträt aus nächster Nähe – Angst, Enge, Kameradschaft und Tod liegen hier ganz dicht beieinander.

Die Handlung folgt der Besatzung der U 96, die sich inmitten unbarmherziger Seegefechte und fieser Verfolgungsjagden wiederfindet. Der Kapitänleutnant Lehmann und seine Mannschaft sind mehr als bloße Soldaten: Sie sind junge Männer, die ohne jede Erfahrung in einen Alptraum geworfen werden. Die Enge des U-Boots wird fast greifbar, man spürt das stetige Rattern der Maschinen und das unaufhörliche Klopfen des Adrenalins – ein echter Höllentrip, der mehr mit psychologischer Spannkraft als mit Action punktet.

Was mich besonders fasziniert hat, ist der unfassbar authentische Schreibstil, der die klaustrophobische Atmosphäre und die Nervenbelastung der Crew so detailreich einfängt, dass man fast selbst mit im Boot sitzt. Dazu noch die Stimmen von Herbert Grönemeyer und Wolfgang Petersen, die dem Ganzen eine zusätzliche emotionale Tiefe verleihen. Die Charaktere sind nicht immer bis ins letzte Detail ausgearbeitet, was ich persönlich okay fand, weil der Fokus eher auf dem Erlebnis beruht als auf epischem Figurenzeichnen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Man muss schon Lust und Geduld mitbringen, sich auf diese langsame, fast dokumentarische Erzählweise einzulassen – wer auf Easy-Entertainment steht, könnte hier leicht den Faden verlieren. Außerdem zieht sich die Länge des Hörbuchs an manchen Stellen etwas, aber gerade die Ungekürzte Fassung holt das Maximum aus der Vorlage raus.

Letztlich ist „Das Boot“ keine leichte Kost, aber ein großes literarisches Tauchen in die Abgründe des Krieges, das bei mir lange nachgewirkt hat. Für Fans von intensiven, atmosphärisch dichten Geschichten und historischen Tiefgang definitiv ein Volltreffer.

Bewertung: 4 von 5 Sternen – Ein Muss für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern fast fühlen wollen.

Klappentext

Frankreich. La Rochelle. 1941. Es ist ein Höllentrip auf Leben und Tod, dem die U-Boot Mannschaft der U 96 auf ihrer Feindfahrt ausgesetzt ist. Kapitänleutnant Lehmann und seine Besatzung werden erbarmungslos von feindlichen Zerstörern gejagt. Sie geraten in schwerste Unwetter, werden von Flugzeugen bombardiert und versenken feindliche Schiffe. Viele von ihnen sind unerfahren, die Schrecken des Krieges sind ihnen fremd. In der klaustrophobischen Enge des U-Bootes bleiben der Mannschaft der U 96 nur zwei Optionen: Entweder die Hölle überleben oder in ihr umkommen. Von 40,000 deutschen U-Boot-Fahrern des Zweiten Weltkrieges kamen 30,000 nicht mehr nach Hause.

FAQ

Frankreich. La Rochelle.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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