Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit (Gekürzt)
Kritik
Wer sich schon immer gefragt hat, wie Stonehenge – dieses geheimnisvolle Steinmonument – wirklich entstanden sein könnte, der wird von Ken Folletts „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ schnell in den Bann gezogen. Man ist sofort mittendrin, fühlt die Hitze der Ebene, spürt die uralte Spannung zwischen den Stämmen und erlebt den Alltag von Menschen, deren ganzes Leben sich um einen gewaltigen Traum dreht.
Im Herzen der Geschichte stehen Seft, ein begnadeter Feuersteinhauer mit schweren familiären Schatten, und Joia, eine Priesterin mit visionärer Kraft, die das Unmögliche wagt: den Bau eines Monuments, das die Zeit überdauern soll. Ihre Wege, Träume und Konflikte geben dem Roman Tiefe und machen Stonehenge nicht nur zum Stein, sondern zum Symbol menschlicher Hoffnung und Angst. Follett schafft es hier, Charaktere zu zeichnen, die fühlbar und echt wirken, ohne dass der Erzählfluss ins Stocken gerät.
Was mir besonders gefallen hat: der lebendige Erzählstil, der trotz der komplexen Thematik nie steif oder akademisch wird. Man merkt, dass Follett ein Geschichtenerzähler ist, der sein Handwerk versteht – die Mischung aus Spannung, Emotion und Hintergrundwissen sitzt. Manchmal allerdings zog sich die Handlung an manchen Stellen etwas, was der insgesamt tollen Atmosphäre aber kaum schadet. Ein bisschen mehr Tempo hätte dem ein oder anderen Abschnitt gutgetan, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Wer also Lust auf historisch fundierte Fiktion hat, spannend, aber nicht zu schwer, und dabei noch etwas über ein Weltwunder lernen möchte, macht mit diesem Roman nichts falsch. Für Fans von Follett oder alle, die einmal in eine ganz andere Zeit eintauchen wollen, ist das Buch definitiv eine Empfehlung wert.
Kurz und knapp: Spannend erzählt, emotional nah, gelegentlich etwas zäh – aber eine klare Reise wert.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Ein Mann mit außergewöhnlicher Gabe
In der Hitze des Hochsommers überquert Seft, ein begnadeter Feuersteinhauer, die Große Ebene, um den Ritualen beizuwohnen, die den Beginn des neuen Jahres anzeigen. Beim Markt zur Sommersonnenwende will er einige seiner Steine eintauschen und Neen suchen, das Mädchen, das er liebt. Neens Familie lebt in Wohlstand und bietet Seft in ihrer Gemeinschaft von Hirten Zuflucht vor seinem brutalen Vater und seinen aggressiven Brüdern.
Eine Priesterin, die an das Unmögliche glaubt
Joia, Neens Schwester, ist eine Priesterin mit Vision, eine geborene Anführerin. Schon als Kind sieht sie der Zeremonie zur Sommersonnenwende wie gebannt zu. Sie träumt von einem wundergleichen neuen Monument, errichtet aus den größten Steinen der Welt.
Ein Monument, das eine Zivilisation prägen wird
Joias Vision von einem großen Steinkreis inspiriert Seft und wird zu ihrem gemeinsamen Lebenswerk. Doch als Dürre die Erde plagt, wächst das Misstrauen zwischen Hirten, Ackerbauern und Waldbewohnern - und eine grausame Gewalttat führt zu offenem Krieg ...
Das neue große Werk des internationalen Bestsellerautors
"Ich habe bereits über Momente großer menschlicher Leistungen geschrieben und mich schon immer für Geschichten über normale Menschen interessiert, die scheinbar Unmögliches vollbringen. Und was könnte außergewöhnlicher sein als der Bau dieses gewaltigen Monuments?" KEN FOLLETT
"Follett ist ein meisterhafter Geschichtenerzähler" THE TIMES
"Einer der großen Bestsellerautoren" DAILY TELEGRAPH
"Follett ist ein Meister seines Fachs" THE WASHINGTON POST