Mörderische Jagd auf den weißen Trüffel - Kloster, Mord und Dolce Vita - Schwester Isabella ermittelt, Folge 27 (Ungekürzt)
Kritik
Manchmal wünscht man sich doch: Ein bisschen italienische Sonne, das sanfte Zirpen der Zikaden – und mittendrin ein echter Krimi, der nicht zu düster, sondern herrlich leicht daherkommt. Genau das liefert Valentina Morelli in „Mörderische Jagd auf den weißen Trüffel“, Folge 27 ihrer charmanten Schwester-Isabella-Reihe. Das klingt erstmal wie Urlaub – bis ein toter Trüffeljäger die Idylle der Toskana plötzlich in einen spannenden Fall verwandelt.
Die Story spielt sich zwischen Klostermauern und wilden Trüffelsucher-Zelten ab, wo Schwester Isabella und ihr manchmal genervter, aber absolut unverzichtbarer Kumpel Matteo auf Ganoven treffen, die für den exquisiten weißen Trüffel alles riskieren. Die Kombination aus Jugendgruppenabenteuer und kriminellem Wettstreit ums „weiße Gold“ ist nicht nur spannend, sondern auch ein klein wenig gesellschaftskritisch – ganz dezent, versteht sich. Isabella ist wieder das Herzstück der Geschichte: neugierig, einfallsreich und mit einem unerschütterlichen Sinn fürs Gute. Was ich an ihr besonders mag? Sie ist keine übermenschliche Heldin, sondern sympathisch bodenständig, was das Mitfiebern sehr leicht macht.
Der Stil von Morelli ist frisch, locker und nimmt sich selbst nicht zu ernst, was gerade bei so einer „Mörderischen Jagd“ sehr gut tut. Zwischendurch fühlt man sich fast wie auf einer kleinen Reise durch die Toskana, mit gut beschriebenen Landschaften, kultigen Figuren und einer Prise Dolce Vita. Das Tempo ist angenehm, die Spannung steigt in angenehmen Wellen an – perfekt für gemütliche Stunden, an denen man nicht zu sehr überlegen, sondern einfach genießen möchte.
Klar, wer auf knallharte Thriller steht, wird hier vielleicht nicht voll auf seine Kosten kommen; der Stil ist eben mehr Krimi mit Lebensfreude als bitterböse Detektivarbeit. Und man könnte sich manchmal etwas mehr Tiefgang bei den Nebenfiguren wünschen, die gelegentlich ein bisschen zu klischeehaft bleiben. Aber mal ehrlich – bei so leckeren Trüffeln und einer Frau Schwester im Einsatz kann man darüber hinwegsehen.
Kurz und knapp: Wer Italien liebt, einfach mal gute Unterhaltung mit Herz sucht und neben spannender Krimikost auch ein bisschen Urlaubsflair haben will, ist bei dieser Folge der Serie genau richtig. Leicht, charmant und mit einem Schuss mediterranem Esprit im Gepäck – einfach sympathisch.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.