Mischief Bay, Teil 1: Wer flüstert, der liebt (Ungekürzt)
Kritik
Wer braucht schon Superhelden, wenn man eine Truppe so bodenständiger und liebenswerter Freundinnen wie in „Mischief Bay, Teil 1: Wer flüstert, der liebt“ hat? Gleich beim Einstieg fühlte ich mich wie mitten unter ihnen beim Pilates – keine übertriebenen Dramen, sondern echtes Leben, das Herz und Humor verbindet.
Drei Frauen, drei ganz unterschiedliche Lebenslagen, die sich gegenseitig Halt geben: Nicole, die an ihrer Ehe zweifelt, Shannon, die ihre Familienplanung nicht allein durchsetzen kann, und Pam, die erst mal lernen muss, mit dem leeren Nest klarzukommen. Die Mischung aus emotionalen Momenten und leisen Alltagssorgen ist authentisch, und man spürt förmlich die Wärme und Kraft dieser Freundschaft. Susan Mallery schreibt flüssig und locker, ihre Figuren wirken echt und nie klischeehaft, was das Hörbuch ungemein angenehm macht – man will gar nicht abschalten, so spannend ist es, ihnen zuzuhören.
Was mir besonders gefallen hat: Die Balance zwischen ernsten Themen und einem sanften Wohlfühlton. Nichts wird dramatisiert, trotzdem spürt man tief die Hoffnungen und kleinen Kämpfe jeder Frau. Einzig ein wenig mehr Pep in puncto Tempo hätte ich mir gewünscht, ab und zu zogen sich die Passagen etwas, was beim Hören die Aufmerksamkeit kurz rausnahm. Allerdings: Das schmälert den Gesamteindruck kaum.
Wer auf herzerwärmende Geschichten mit echten Gefühlen, großen Freundschaften und den kleinen Unvollkommenheiten des Lebens steht, liegt mit diesem Hörbuch goldrichtig. Es ist ein wunderbar leichter, aber nicht oberflächlicher Start in eine Reihe, die mit Sicherheit noch einiges zu bieten hat.
4 von 5 Sternen – weil „Mischief Bay“ einfach Lust auf mehr macht und man sich am Ende fragt: Wann ist die nächste Pilates-Stunde?