BiBiBiber hat da mal 'ne Frage. Warum leuchten Sterne?
Kritik
Schon beim ersten Ton zieht einen „BiBiBiber hat da mal 'ne Frage. Warum leuchten Sterne?“ unweigerlich in seinen Bann – eine Mischung aus Neugier, Staunen und diesem kribbelnden Gefühl, das man bekommt, wenn man das Universum ein kleines Stück besser versteht. Marie Meimberg und Mai Thi Nguyen-Kim nehmen einen mit auf eine spannende Reise, die bei der scheinbar einfachen Frage beginnt, warum Sterne eigentlich leuchten, und am Ende viel mehr offenbart: über Teilchen, Luftdruck, Wärme, den Kohlenstoff-Kreislauf, die Entstehung unseres Universums und sogar darüber, wie wir selbst Teil dieses großartigen Sternenstaubs sind.
Die beiden Hauptfiguren, wenn man sie so nennen will, sind hier weniger klassische Charaktere, sondern eher sympathische und authentische Stimmen, die mit viel Humor, Fachwissen und Herzblut durch die komplexen Themen führen. Mai Thi Nguyen-Kims verständliche und charmante Erklärung gepaart mit Marie Meimbergs musikalischer Untermalung sorgt dafür, dass Wissenschaft nicht trocken, sondern lebendig und fast poetisch rüberkommt. Für mich war gerade diese Verbindung von Wissen und Musik überraschend schön – wie eine kleine Sternensymphonie, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Klar, hin und wieder tauchen Fachbegriffe auf, die gerade für die jüngeren Zuhörer:innen eine kleine Herausforderung sein könnten. Aber die Art, wie die Autorinnen schwierige Inhalte runterbrechen, macht das für mich fast wett – und die Kinder können ja jederzeit nochmal zurückspulen. Die Lieder sind mal richtig eingängig, mal eher subtil, was das Ganze abwechslungsreich hält. Ein echtes Highlight, das aber nicht jedermanns Geschmack treffen könnte, wenn man eher der „nur Erzählung“-Typ ist.
Alles in allem ist dieses Hörbuch eine großartige Mischung aus Wissenschaft, Musik und ganz viel Herz, die sowohl Kinder ab 7 als auch neugierige Erwachsene begeistert. Wer eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Beschäftigung sucht, um Sterne plötzlich mit ganz anderen Augen zu sehen, ist hier goldrichtig.
Verdiente 4 von 5 Sternen – ein echtes Hörvergnügen mit ein paar kleinen Stolpersteinen, die man aber gern in Kauf nimmt. Wer sind wir schon ohne die Sterne, aus denen wir gemacht sind?