Geister morden nicht - Bom Dia, Morte!, Teil 5 (Ungekürzt)
Kritik
Sobald ich in „Geister morden nicht - Bom Dia, Morte!, Teil 5“ von Mina Giers eingetaucht bin, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu hören – diese Urlaubskrimi-Serie trifft genau den richtigen Ton zwischen Leichtigkeit und Spannung. Im idyllischen Küstendorf Colares ist zwar die Sonne am Start, aber Ruhe gibt’s keine: Ein mysteriöser Todesfall auf der Maurenburg sorgt für ordentlich Wirbel, vor allem wegen einer angeblich geisterhaften Erscheinung. Wobei: Ob das wirklich ein Geist war oder doch eher ein menschlicher Täter mit schlechtem Timing? Genau das gilt es herauszufinden, und unsere sympathische Privatdetektivin Laura Holler stellt sich wieder mutig der Suche nach der Wahrheit.
Laura, Ben und seine resolute Oma Gabi bilden ein herrlich unkonventionelles Ermittlerteam, das mir mit seinem Humor und Herz sofort ans Herz gewachsen ist. Besonders klasse fand ich, wie sich die Atmosphäre von entspanntem Strandfeeling bis zu richtigen Spannungsspitzen entwickelt, ohne jemals ins Überdramatische abzudriften. Mina Giers’ Schreibstil ist locker-flockig, mit einer guten Portion Witz, die den Hörgenuss zum richtigen Wohlfühlpaket macht. Die portugiesische Kulisse bringt zusätzliches Flair – man riecht förmlich das Meer und die frisch gebackenen Pastéis de Nata.
Klar, durch das bewährte „Urlaubsermittlerinnen“-Konzept wird es nicht immer bahnbrechend neu, und ab und an hätte ich mir etwas mehr Tiefgang bei den Nebencharakteren gewünscht. Aber das trübt den Spaß kaum, denn genau diese charmante Mischung macht den Reiz der Reihe aus.
Wer Lust auf einen leichten, unterhaltsamen Krimi mit sonnigem Fernweh-Faktor hat, ist hier goldrichtig. Für alle, die zu viel düstere Thriller schon satt haben und gerne in einem kleinen portugiesischen Küstendorf mitermitteln wollen, ist Mina Giers‘ neuer Hörbucherfolg eine sichere Bank.
Verdiente 4 von 5 Sternen – gerne mehr davon!