Cover Tschick (Ungekürzte Lesung)
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Autor:
Erschienen:
2016-06-29
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Tschick (Ungekürzte Lesung)

Kritik

Schon nach den ersten Minuten fühlt man sich direkt mitten drin in diesem ziemlich verrückten und doch so ehrlichen Abenteuer. Maik, der eher unscheinbare Außenseiter aus reichem Hause, trifft auf Tschick, den geheimnisvollen Jugendlichen mit russischen Wurzeln und einem rätselhaften Charme. Zusammen machen sie sich einfach mit einem gestohlenen Lada auf den Weg durch die deutsche Provinz – und was dann passiert, ist eine Art Roadtrip ins Erwachsenwerden, voller unerwarteter Begegnungen und einfacher, aber tiefgründiger Momente.

Die Figuren sind so wunderbar ungeschliffen und echt, dass man fast vergisst, dass sie erfunden sind. Maiks leise Verliebtheit, Tschicks wilde Energie und ihr gegenseitiges Anfahren und Verstehen strahlen eine unglaublich frische Dynamik aus. Herrndorfs Erzählstil ist dabei so locker und gleichzeitig liebevoll, als würde ein guter Freund aus der Nachbarschaft die Geschichte erzählen – mal schräg, mal poetisch, dann wieder herrlich derb.

Besonders besticht die Lesung dadurch, dass man die Charaktere mit jeder Silbe fühlen kann. Die kreativen Alltagsbeobachtungen und der unaufgeregte Humor machen „Tschick“ zu einem kleinen literarischen Schatz für alle, die sich nach einer Geschichte sehnen, die genau zwischen Jugendwirrwarr und großer Sehnsucht pendelt. Einziger kleiner Minuspunkt: Manchmal zieht sich die Handlung ganz kurz, weil die ruhigeren Passagen etwas mehr Drive vertragen hätten. Aber das spielt wirklich nur am Rand eine Rolle.

Kurz gesagt: Wer Bock auf eine unkonventionelle Freundschaftsgeschichte hat, die mit viel Herz und einer Prise Chaos erzählt wird, sollte „Tschick“ unbedingt hören. Ein mitreißendes Hörspiel, das lange im Kopf bleibt und irgendwie die Magie einer ausgelassenen Sommerreise einfängt.

4 von 5 Sternen – absolut hörenswert, gerade für alle, die sich gern auf eine Reise ins Leben der Außenseiter einlassen wollen.

Klappentext

Maik, Sohn einer zerrütteten, wohlhabenden Unternehmerfamilie, verbringt die Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Am ersten Ferientag sind alle anderen zu Tatjanas Geburtstagsfeier eingeladen, außer den Idioten, den Fetten, dem Nazi, Maik und Tschick. Tschick, eigentlich Andrej, ist Deutschrusse, wohnt im Hochhaus und sieht unerhört asiatisch aus und ein bisschen gefährlich. Plötzlich ist er da und drängt sich dem widerstrebenden Maik auf. Im Handumdrehen hat er aus Maik herausgekitzelt, dass der unsterblich in Tatjana verliebt ist. Kurze Zeit später sitzen die beiden in einem geklauten Lada und machen sich auf in Richtung Südosten, in die Walachei, denn da wohnt Tschicks Opa. Eine somnambul-schöne Reise durch die sommerglühende deutsche Provinz beginnt, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

FAQ

Maik, Sohn einer zerrütteten, wohlhabenden Unternehmerfamilie, verbringt die Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Am ersten Ferientag sind alle anderen zu Tatjanas Geburtstagsfeier eingeladen, außer den Idioten, den Fetten, dem Nazi, Maik und Tschick.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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