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Erschienen:
2025-11-18
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Liebe! Ein Aufruf

Kritik

Manchmal braucht es genau so ein Buch, das nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommt, sondern dich mitten ins Herz trifft und sagt: Hey, Liebe ist nicht nur Kitsch, sondern auch politischer Widerstand. „Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber schafft genau das – und zwar auf eine überraschend frische und kluge Art.

Im Kern geht es hier um mehr als nur besänftigende Worte: Schreiber malt ein beeindruckendes Bild unserer Zeit, in der Ohnmacht und Hass den Ton angeben. Doch statt sich resigniert zurückzuziehen, fordert er uns auf, die Liebe als politische Kraft neu zu entdecken – als Motor für echten Wandel und gemeinsame Stärke. Keine Sorge, es wird dabei nicht esoterisch oder fluffig, sondern durchdacht und mit vielen spannenden Beispielen aus Geschichte, Philosophie und Gesellschaft unterfüttert.

Die klare, trotzdem sehr lebendige Sprache macht „Liebe! Ein Aufruf“ angenehm zugänglich, auch wenn die Themen manchmal schwere Kost sind. Schreiber nimmt die Leser:innen mit auf eine Reise, die immer wieder zum Nachdenken anregt – und manchmal sogar ein kleines Lächeln entlockt, weil die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Optimismus gut dosiert ist. Mir haben besonders die Verknüpfungen zwischen politischem Engagement und ganz persönlicher Haltung gefallen, die das Buch zum Nachdenken über die eigene Rolle einlädt.

Kritisch gesehen könnte man bemängeln, dass einzelne Passagen mit ihrer philosophischen Tiefe teils etwas dichter wirken – das ist aber eher eine Herausforderung als ein K.O.-Kriterium. Wer mit offenem Geist an die Sache herangeht, wird hier eher belohnt als gelangweilt.

Kurz gesagt: Wer sich für Politik, Gesellschaft und vor allem für die Kraft menschlicher Verbundenheit interessiert, findet in „Liebe! Ein Aufruf“ einen klugen Anstoß, der deutlich macht, dass Liebe alles andere als machtlos ist. Ein Buch, das Mut macht, aktiv zu werden – und das in Zeiten wie diesen genau das richtige Signal sendet.

4 von 5 Sternen – weil es Mut macht, bewegt und dabei angenehm nahbar bleibt. Definitely worth your time!

Klappentext

Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?

In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.

FAQ

Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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