Tod eines aufrechten Vampirs - Spellbound - Mord, Magie und fauler Zauber, Folge 1 (Ungekürzt)
Kritik
Gleich zu Beginn zieht „Tod eines aufrechten Vampirs“ einen mit seiner erfrischend spritzigen Mischung aus Magie, Mystery und Humor in den Bann – ich war sofort mitten in einer Welt, die so skurril wie faszinierend ist. Emma Hart, unsere ziemlich bodenständige Anwältin, für die Koffein lange das Höchste der Gefühle in Sachen Magie war, stolpert unverhofft in Spellbound, eine Stadt voller übernatürlicher Wesen und dunkler Geheimnisse. Und als wäre das nicht schon chaotisch genug, wird sie auch noch zur Hexe – ja, wirklich! – und muss die wahnwitzige Aufgabe übernehmen, den Mord an ihrem Vorgänger zu klären, während sie sich durch einen Kobold mit kleptomanischen Neigungen und einen ziemlich heißen Vampir kämpft.
Was mir besonders gut gefiel, ist dieses herrlich lebendige Setting: Spellbound lebt von seinem charmant schrägen Flair, das nicht in Klischees versumpft, sondern mit Herz und Witz aufwartet. Emma ist eine tolle Protagonistin – clever, authentisch und mit genug Schlagfertigkeit ausgestattet, um mich oft laut auflachen zu lassen. Annabel Chase schreibt in einem angenehm flotten, bildhaften Stil, der die Geschichte leicht und zugänglich macht, ohne dabei an Spannung zu sparen. Gerade die Balance zwischen ernsten Themen und humorvollen Momenten ist gelungen und gibt der Story eine schöne Tiefe.
Kritisch gesagt, hätten ein, zwei unerwartete Wendungen noch etwas frischen Wind reinbringen können, denn manche Entwicklungen folgen etwas zu vorhersehbar dem Muster. Auch hätte ich mir gelegentlich noch mehr Einblicke in die Welt der Magie gewünscht, denn die Magie-Mechanik bleibt teilweise etwas vage.
Wer also Lust auf eine Urban-Fantasy-Geschichte mit Charme, viel Humor und einem Hauch düsterer Atmosphäre hat, ist hier genau richtig. „Tod eines aufrechten Vampirs“ punktet mit sympathischen Figuren und spannender Story, die Lust auf mehr macht – perfekt zum Abtauchen an einem verregneten Sonntag!
4 von 5 Sternen.