Toskanische Intrigen - Ein Fall für Kommissar Scotti: Toskana-Krimi, Band 2
Kritik
Schon beim ersten Satz fühlt man sich sofort mitten hineinversetzt in die goldene Septembersonne der Toskana, wo hinter der malerischen Kulisse dunkle Geheimnisse lauern. „Toskanische Intrigen“ entführt uns in die Welt von Kommissar Scotti, der mit viel Fingerspitzengefühl und einer ordentlichen Portion italienischem Charme versucht, das Rätsel um den Tod der jungen Schauspielerin Daria zu lösen. Der Fall beginnt am Teatro del Paradiso, wo ein vergifteter Flakon und mysteriöse Spuren den Ermittler auf eine unglaublich spannende Spurensuche schicken.
Antonello Rossis Schreibstil ist dabei wunderbar leicht und flüssig, ohne die Spannung zu vernachlässigen. Man merkt, dass der Autor die Toskana nicht nur liebt, sondern auch kennt. Die Beschreibung von Landschaft und Atmosphäre schafft eine perfekte Kulisse, die den Krimi nicht nur spannend, sondern auch verführerisch macht. Kommissar Scotti selbst wirkt sympathisch, bodenständig und mit einem feinen Gespür für Menschen, was ihn als Hauptfigur sehr greifbar macht.
Was mir besonders gefallen hat? Die Kombination aus idyllischer Landschaft und düsteren Geheimnissen funktioniert hervorragend. Die Handlung ist clever gestrickt, immer neue Wendungen halten die Nerven des Lesers auf Trab. Lediglich die etwas langsame Anfangsphase könnte manchen Geduldigen zu lang erscheinen, aber wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Auch die doch recht klassische Ermittlerfigur bietet zwar wenig Überraschungen, wirkt aber authentisch und liebenswert.
Kurz gesagt: Wer Lust auf einen stimmungsvollen Krimi hat, der nicht nur mit Verbrechen, sondern auch mit toskanischem Flair punktet, wird hier definitiv fündig. „Toskanische Intrigen“ ist prima zum Abschalten und mitfiebern – und macht definitiv Lust auf mehr von Kommissar Scotti.
** (4 von 5 Sternen)