Der Zorn der dreifachen Göttin: Percy Jackson, Teil 7
Kritik
Kaum in die Geschichte eingetaucht, fühlt man sich sofort mittendrin in einem nervenaufreibenden Abenteuer voller Magie, Chaos und diesem typischen Riordan-Charme, der einfach unwiderstehlich ist. Percy Jackson steht vor einer neuen, außergewöhnlichen Herausforderung: Er soll in Manhattan auf zwei absolut nicht alltägliche Haustiere aufpassen – einen Höllenhund und eine verfluchte Iltisdame. Klingt erstmal leicht? Denkste! Als diese beiden flauschigen, aber äußerst gefährlichen Kreaturen entwischen, geht die wilde Jagd erst richtig los.
Die Handlung ist knackig und voller überraschender Wendungen, die das Tempo immer wieder erhöhen, ohne dass man den Faden verliert. Besonders schön finde ich, wie Riordan (unterstützt von Gabriele Haefs in der Übersetzung) den Humor und die Freundschaft zwischen Percy, Annabeth und den anderen so lebendig einfängt, dass man sich beim Lesen sofort zu Hause fühlt. Die Figuren strahlen eine tolle Mischung aus Mut, Witz und Herz aus – und Annabeth entwickelt sich erneut zur cleveren, unerschütterlichen Partnerin, die einfach dazugehört.
Der Schreibstil ist flüssig, spritzig und lädt geradezu zum Durchlesen ein, perfekt für alle, die auf Fantasy mit einem Augenzwinkern stehen. Manchmal hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr Tiefe in einigen Nebencharakteren gewünscht, aber ehrlich gesagt lenkt das den Lesespaß kaum ab. Ein kleiner Kritikpunkt: Das Tempo setzt gelegentlich so stark auf Action, dass ein paar ruhigere Momente zum Durchatmen gefehlt haben.
Wer auf spannende, humorvolle Geschichten mit mythologischer Würze steht und Percy Jackson nicht nur als Helden, sondern fast schon als alten Freund betrachtet, wird mit „Der Zorn der dreifachen Göttin“ viel Freude haben. Für alle anderen, die leichte Fantasy mit einer Prise moderner Mythologie mögen, ist das Buch ebenfalls eine super Wahl.
Fazit: Ein kurzweiliges Abenteuer, das Spaß macht, ansteckt und Lust auf mehr hinterlässt. Mit ein paar kleinen Abzügen, weil’s teils etwas zu actionlastig wird, aber insgesamt ein starker siebter Teil, der die Reihe würdig ergänzt.
Bewertung: 4 von 5 Sternen