Whisky mit Mord
Key Facts
Kritik
Wer hätte gedacht, dass Whisky nicht nur den Gaumen, sondern auch die Nerven ordentlich zum Brennen bringen kann? In „Whisky mit Mord“ von Melinda Mullet stolpert Abigail Logan, eine knallharte Fotojournalistin mit detektivischem Spürsinn, in eine Welt voller Hochprozentigem, die alles andere als ungefährlich ist. Kaum erbt Abigail eine schottische Destillerie, entpuppt sich das vermeintliche Idyll als sprudelnder Hexenkessel aus Sabotage und dunklen Geheimnissen – und mittendrin steckt ihr treuer Terrier Liam, der oft mehr Nase beweist als so mancher Mensch.
Die Geschichte zieht einen sofort in die rauen Highlands, wo der Whisky fast so viel Charakter hat wie die Bewohner:innen. Abigail und ihr Kollege Patrick, der sich als Whisky-Kenner entpuppt, spielen wunderbar miteinander und bringen so allerlei Leben ins Geschehen. Melindas Schreibstil ist locker, frisch und mit genau dem richtigen Schuss Lokalkolorit gewürzt. Man spürt förmlich den rauen Wind und den Duft von Holzfässern, während man Seite um Seite verschlingt. Besonders cool fand ich, wie viel echtes Wissen über Whisky neben dem Krimi-Plot mitfließt, ohne dass es trocken oder belehrend wirkt.
Klar, manchmal hat die Handlung kleine Längen, und ein paar Nebencharaktere bleiben etwas blass – aber mal ehrlich, wer stellt bei so viel Charme ernsthaft Ansprüche auf Charakterbiografien erster Güte? Das Tempo passt, die Spannung bleibt konstant, und der lokale Flair macht das Buch zu einem wahren Genuss. Für alle, die Lust auf einen Krimi haben, der nicht bierernst ist, sondern mit Herz und Humor erzählt wird, ist „Whisky mit Mord“ genau das Richtige.
Kurz gesagt: ein rundum gelungener Krimi, der nicht nur Whisky-Fans begeistert, sondern alle, die Bock auf Spannung mit einer Prise schottischer Seele haben. Ich gebe 5 von 5 Sternen – ein echter Hochgenuss!
Klappentext
Ein Krimi aus den schottischen Highlands mit viel Whisky und Flair.