Ein Sommergarten in Manhattan (Gekürzt)
Kritik
Wer bei „Ein Sommergarten in Manhattan“ an schnöde Blumendeko denkt, wird hier angenehm überrascht. Sarah Morgan zaubert eine Geschichte, die so frisch und lebendig ist wie ein sattgrüner Dachgarten mitten in New York. Frankie, mit ihrer tiefen Liebe zu Pflanzen und ihrer Arbeit als Dekorateurin für High Society-Events, strahlt Authentizität und Bodenständigkeit aus – ein richtiges Herzmensch, der man einfach gern sein möchte. Dass es bei dem exklusiven Gartenprojekt nicht nur um Blütenpracht, sondern auch um Herzklopfen geht, macht den Plot sympathisch unaufgeregt und dennoch emotional.
Der Stil ist locker-flockig, mit einem Augenzwinkern, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Morgan versteht es, ihre Figuren mit kleinen Macken und warmherzigen Momenten auszustatten, ohne dass sie ins Klischeehafte abrutschen. Frankie und ihr Gegenüber haben eine Chemie, die nicht nur romantische Zuckerwatte bleibt, sondern mit einer Prise Realität gewürzt ist. Manchmal hätte die Handlung gern ein bisschen mehr Tempo vertragen, an manchen Stellen zieht sich die Geschichte minimal - aber das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch.
Kurz gesagt: Wer leichte Kost mit einem Schuss Romantik und urbanem Flair mag, findet hier genau sein Buch. Es ist eine charmante Auszeit, bei der man die Seele baumeln lassen kann – perfekt für entspannte Stunden mit einem Hauch Herzklopfen. Uneingeschränkt empfehlenswert, wenn das Herz für New York und grüne Oasen schlägt.
4 von 5 Sternen.