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Autor:
Erschienen:
2020-11-02
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Ohne Schuld

Kritik

Manchmal reicht schon ein einziger Satz, um einen Thriller so richtig spannend werden zu lassen – und „Ohne Schuld“ schafft das mühelos. Zwei scheinbar unabhängige Opfer, eine Tatwaffe, die alles verbindet, und ein perfides Geheimnis, das sich Stück für Stück enthüllt: Hier stimmt die Mischung aus Nervenkitzel und dunklen menschlichen Abgründen.

Charlotte Link erzählt die Geschichte um Kate Linville, die sich als Neue beim CID Scarborough schnell beweisen muss. Die Figur ist angenehm nahbar, nicht diese typisch überzeichnete Ermittlerin, sondern jemand, der Fehler macht und trotzdem klar handelt. So macht das Lesen Spaß, man fiebert mit und bleibt gleichzeitig realistisch mit einem Fuß auf dem Boden. Besonders gut gefallen hat mir, wie Link geschickt mit den Perspektiven spielt und die Spannung konstant hochhält, ohne sich in unnötigen Details zu verlieren.

Das heißt aber nicht, dass ich komplett aus dem Staunen nicht herausgekommen bin – ab und zu schleichen sich Stellen ein, die etwas vorhersehbar wirken. Gerade zum Mittelteil hin hätte es für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr Überraschungspotenzial vertragen. Auch das Tempo schwankt stellenweise, so dass man sich kurz fragt, ob man jetzt mitten im Thriller oder eher in einem gemütlichen Krimi angekommen ist. Nicht schlimm, aber erwähnenswert.

Wer auf atmosphärisch dichte Spannung mit psychologischem Tiefgang steht und kein Problem damit hat, wenn sich die Handlung langsam entfaltet, liegt bei „Ohne Schuld“ goldrichtig. Dieses Buch ist definitiv eine Empfehlung für alle, die keine reine Bauchladen-Lektüre suchen, sondern einen Thriller, der auch nach dem Lesen noch nachhallt.

Insgesamt gebe ich 4 von 5 Sternen – ein solider, gut erzählter Spannungsthriller mit kleinen Schwächen, die man am Ende aber gern vergibt.

Klappentext

Zwei Opfer, eine Tatwaffe, kein Motiv – das perfekte Verbrechen?

Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr.
Die Frauen stehen in keiner Verbindung zu einander, aber die Tatwaffe ist dieselbe.

Kate Linville, neu beim CID Scarborough, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf …

Ungekürzte Lesung mit Claudia Michelsen
ca. 15h 31min

FAQ

Zwei Opfer, eine Tatwaffe, kein Motiv – das perfekte Verbrechen?Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau.…

Wenn du Lust auf einen spannenden Page‑Turner hast, ist das ein guter Start.

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