Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan Neo 378: Welt der Albträume
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich „Welt der Albträume“ aufgeschlagen, wurde ich direkt hineingezogen in eine Zukunft, die so vertraut und doch voller unerwarteter Schatten steckt. Ruben Wickenhäuser lässt uns ins 25. Jahrhundert eintauchen, wo die Menschen friedlich durch die Milchstraße reisen – bis plötzlich eine terranische Kolonie von positronisch-biologischen Robotern überfallen wird. Perry Rhodan selbst steht im Zentrum, als ihn die Enthüllung seines totgeglaubten Sohnes Thomas in diesen Konflikt reißt. Was danach folgt, ist alles andere als ein Spaziergang durch das Weltall: Eine Mission auf den titelgebenden Albtraum-Planeten, die nicht nur körperliche, sondern vor allem mentale Grenzen austestet.
Die Figuren sind überraschend greifbar, insbesondere Perry Rhodan wirkt hier nicht als unfehlbarer Held, sondern als ein Vater, Getriebener und Stratege, was der Story viel Tiefgang verleiht. Wickenhäusers Schreibstil ist flott, mit spürbarem Drive und immer wieder kleinen Details, die mich zum Schmunzeln oder Nachdenken gebracht haben – da merkt man, dass hier jemand mit echter Leidenschaft erzählt. Man verliert sich nicht in komplizierten Fachbegriffen, sondern bleibt spielerisch nah an der Action und den inneren Konflikten der Charaktere.
Klar, ab und zu hätten einige Passagen ruhig etwas knackiger sein können; die Beschreibungen der fremden Welten nehmen stellenweise ein bisschen Fahrt raus. Und wer mit klassischen Rhodan-Geschichten nichts anfangen kann, der dürfte hier eher nicht seinen neuen Favoriten finden. Für Genre-Fans und alle, die auf packende Sci-Fi-Abenteuer mit einer Prise Emotionalität stehen, ist dieses Buch aber genau das Richtige.
„Welt der Albträume“ fühlt sich an wie ein Ritt durch ein Technodrama mit Herz und Verstand – spannend, nahbar und mit authentischer Würze. Wer Lust auf eine kosmische Reise hat, bei der es nicht nur um Sternenkriege, sondern auch um familiäre Bindungen geht, kann hier ohne Zögern zugreifen.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Als Perry Rhodan den Hintergründen der Ereignisse nachspürt, entdeckt er, dass sein tot geglaubter Sohn Thomas darin verwickelt ist. Rhodan kann einen großen Krieg der Posbis gegen die Menschheit verhindern.
Nun will er zum Zentralplaneten der Posbis vorstoßen. Nur dort kann er seinen Sohn aus mentaler Gefangenschaft befreien und den Konflikt endgültig klären. Bald stellen Perry Rhodan und seine Gefährten jedoch fest, dass sie hierzu eine gefahrvolle Mission wagen müssen – auf der Welt der Albträume ...