Wenn dir das hier gefiel …
Zwischen Gut und Böse
Key Facts
Kritik
Manchmal trifft man auf ein Buch, das einen einfach mit einem Schmunzeln in den Bann zieht – genau so ging es mir mit „Zwischen Gut und Böse“ von Dora Heldt. Wer hätte gedacht, dass ein gelangweilter Rentner, ein totes Schaf und eine Clique nerviger, aber irgendwie liebenswerter Jugendlicher aus Sylt so viel Spannung und Charme miteinander verbinden können?
Im Zentrum steht Karl Sönnigsen, der mit seiner Rentner-Routine hadert und plötzlich zur selbsternannten Ermittlerlegende wird. Seine „Soko Schaf“ klingt vielleicht erst mal skurril, aber genau das macht das Buch so originell und frisch. Die Geschichte ist kein klassischer Krimi, sondern eher ein sympathisches Mitfiebern mit einem Ermittler-Team, das sich selbst nicht zu ernst nimmt und uns mit viel Humor und Herz durch die Handlung führt. Dabei bleibt die Spannung angenehm präsent, ohne zu düster oder kompliziert zu werden – perfekt für eine lockere Urlaubslektüre!
Dora Heldts Schreibstil ist herrlich locker und lebendig, ihre Figuren so liebevoll gezeichnet, dass man Karl und Co. einfach ins Herz schließen muss. Es stört absolut nicht, dass der Fall – na ja, sagen wir mal – eher unkonventionell ist. Humor und kleine Alltagsbeobachtungen treffen hier auf spannende Elemente, was für eine wundervolle Balance sorgt. Was mich persönlich überzeugt hat: Die Mischung aus entspannter Krimigeschichte und den kleinen gesellschaftlichen Sticheleien, die Doras Blick auf Sylt und seine schrulligen Bewohner zeigen.
Kritisch anmerken möchte ich, dass der Ablauf der Ermittlungen manchmal ein bisschen vorhersehbar bleibt und das Ende etwas zu schnell abgehandelt wird. Aber wer einen hochkomplexen Thriller erwartet, ist hier eh falsch – „Zwischen Gut und Böse“ will eher Spaß machen als Nerven zerreißen.
Fazit: Wenn du Lust auf ein humorvolles, leichtes Ermittlerabenteuer mit sympathischen Charakteren und einer Prise Urlaubsfeeling hast, dann bist du hier goldrichtig. Wer einen tiefgründigen Krimi sucht, sollte lieber weiterblättern. Für alle anderen gibt’s hier ein charmantes, kurzweiliges Lesevergnügen, das den Alltag mal kurz vergessen lässt.
4 von 5 Sternen – weil Karl einfach Kult ist und Dora Heldt mit viel Herz und Humor erzählt.
Klappentext
Karl Sönnigsen hat Langeweile. Während seine Frau und all seine Freunde ihren Hobbys nachgehen, ist Karl hauptsächlich unzufrieden – und misstrauisch!
Der dritte und letzte Fall für das originellste Ermittlerteam, das Sylt je gesehen hat – eine perfekte Urlaubslektüre
Denn was treiben diese unerzogenen Jugendlichen, die hier reihenweise Ferien mit ihren reichen Eltern machen, eigentlich die ganze Zeit? Karl wittert überall das Verbrechen und meldet sich mit seinen Beobachtungen auch regelmäßig bei der Polizei. Doch die wollen von seinem Spürsinn nichts wissen. Schon gar nicht, als Karl einen kaltblütigen Mord meldet – an einem Schaf.
Doch er glaubt fest daran, dass hinter diesem Unfall viel mehr steckt. Und so gründet Karl Sönnigsen eine »Soko Schaf«. Was Karl jedoch nicht ahnt – das Schaf war erst der Anfang ...
Würden Sie die Anzeige jetzt bitte aufnehmen?" Runge verdrehte die Augen und sah Benni hilfesuchend an.
»Es geht um einen Mord«, setzte Karl laut nach. »Das ist keinesfalls eine Kleinigkeit.«
»Ach?« Runge runzelte die Stirn und sah Karl an. »Und wer ist das Mordopfer?«
»Ein Schaf.«
Das charmanteste Ermittlerteam, das Sylt je gesehen hat, ermittelt auch in zwei weiteren spannenden Fällen:
›Böse Leute‹
›Wir sind die Guten‹