Wenn dir das hier gefiel …
Leuchtturmtänze
Key Facts
Kritik
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt – weil Nora’s Geschichte so echt und verletzlich wirkt, dass man ihr einfach folgen muss. „Leuchtturmtänze“ erzählt von einer Frau, die nach einem schweren Verlust flieht, um irgendwo im Nirgendwo auf den Outer Banks wieder einen Sinn zu finden. Keine leichte Kost, aber ganz nah dran an dem, was viele von uns kennen: dieses Ringen mit Trauer, Angst und dem Wunsch, wieder zu vertrauen.
Manuela Inusa schafft es, Nora und ihr Umfeld lebendig und glaubwürdig zu zeichnen. Nora ist eine Tänzerin – und diese Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Seiten, sie ist zugleich Ausdruck ihrer Verletzlichkeit und ihrer Stärke. Die Gespräche mit Rose, der warmherzigen Vermieterin, und der mystische Leuchtturm bieten eine stimmige Kulisse für Noras Reise zurück ins Leben. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll, ohne dabei zu kitschig zu werden – genau richtig für alle, die gern Emotionen spüren, ohne in Klischees zu versinken.
Was mir besonders gefallen hat? Die Mischung aus Schmerz und Hoffnung, die Inusa so sensibel beschreibt. Zwischendurch hätte ich mir allerdings gewünscht, dass die Handlung etwas mehr Tempo aufnimmt – die Momente der Ruhe sind toll, aber an manchen Stellen zieht es sich doch ein bisschen. Trotzdem hat mich das Buch emotional abgeholt und nicht mehr losgelassen.
Kurz gesagt: Wenn du Geschichten mit Tiefgang suchst, die dein Herz berühren, dabei jedoch nicht schwer auftragen, ist „Leuchtturmtänze“ definitiv eine Empfehlung wert. Für alle, die gern mitfühlen und sich gerne in eine kraftvolle Atmosphäre entführen lassen, genau das Richtige.
4 von 5 Sternen – ehrlich, nah und berührend.
Klappentext
Nora ist Tänzerin in Chicago. Sie und ihr Mann Christopher freuen sich auf die Geburt ihres ersten Kindes. Doch es gibt Komplikationen, die das Baby nicht überlebt. Nora fällt in ein tiefes Loch, aus dem sie lange Zeit nicht mehr herausfindet. Erst ein Ortswechsel in das idyllische Städtchen Avon auf den Outer Banks schenkt ihr ein wenig Hoffnung. Sie findet Trost im Tanzen und bei Gesprächen mit ihrer älteren Vermieterin Rose. Schafft Nora es bei den wilden Pferden und dem Leuchtturm, der sie magisch anzuziehen scheint, dem Leben doch noch zu vertrauen?