The Secret of Secrets - Robert Langdon 6 (Gekürzt)
Kritik
Kaum hatte ich die erste Seite von „The Secret of Secrets“ aufgeschlagen, war ich sofort mittendrin in einem faszinierenden Chaos aus uralten Mythen, moderner Wissenschaft und düsteren Verschwörungen – genau die Mischung, die man von Dan Brown erwartet. Robert Langdon begleitet seine Freundin Katherine nach Prag, wo eine bahnbrechende Entdeckung über das menschliche Bewusstsein bevorsteht. Doch dann kippt die Geschichte abrupt: Mord, Entführung und eine mysteriöse Organisation sorgen für ordentlich Tempo und Nervenkitzel.
Langdon bleibt wie immer der ruhige Mittelpunkt im Wirbelsturm, der mit seinem scharfen Verstand die geheimnisvollen Symbole entschlüsselt. Katherine ergänzt ihn als starke Figur mit einem Hauch Wissenschaftlerinnen-Charm, was der Story viel Tiefe gibt. Browns Erzählstil ist gewohnt packend, kombiniert mit kurzen Kapiteln, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann – perfekt für alle, die Spannung ohne langatmige Passagen suchen.
Was mir besonders gefallen hat: Der Schauplatz Prag ist mehr als nur Kulisse; die Stadt atmet Geschichte und es macht Spaß, sich in den versteckten Gassen und mystischen Legenden zu verlieren. Allerdings merkt man an einigen Stellen, dass das Hörbuch gekürzt ist – ein paar Details und Charakterentwicklungen bekommen dadurch weniger Raum, was man als kleiner Fan vielleicht bedauert.
Wer auf rasante Thriller steht, die mit cleveren Rätseln und einem Schuss Wissenschaft punkten, ist hier genau richtig. Bleibt man allerdings eher der nachdenkliche Leser, der sich Zeit für Nuancen wünscht, könnte das hier etwas zu oberflächlich geraten.
Fazit: Ein kurzweiliger Pageturner, der Spaß macht, auch wenn er nicht alle Erwartungen in die Tiefe erfüllt. Für Fans von Dan Brown und alle, die Prag schon immer mal als spannendes Mysterium erleben wollten, ein klarer Tipp.
4 von 5 Sternen.